160.000 Briefe sind nur der Anfang
: Die Stadt Freiburg ist bereit für ihr Superwahljahr

Erst die Landtagswahl im März, sechs Wochen später dann die OB-Wahl: Bei der Stadt Freiburg und der Post hat das Superwahljahr mit mehr als 160.000 Briefen begonnen.
Von
Felix Paschke
Oberndorf
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„Da darf nichts schiefgehen“: Briefzentrumschef Adrian Becker zeigt die sortierten Wahlbenachrichtigungen.

Felix Paschke

Fast 162.000 Freiburger sollten in den vergangenen Tagen Post bekommen haben. Der Inhalt ist bei allen gleich: Die Wahlbenachrichtigung für die Landtagswahl am 8. März 2026. Damit alles reibungslos über die Bühne gehen kann – sprich: alle Briefe rechtzeitig bei den Wahlberechtigten ankommen – arbeitet die Stadt Freiburg auch im Vorfeld dieser Wahl mit der Deutschen Post zusammen.

Im Freiburger Briefzentrum in Hochdorf kam daher bereits vor einigen Tagen ein Lastwagen voll mit Briefen an. Geschätztes Gewicht: Rund 1,5 Tonnen, wie Adrian Becker rechnete. Er ist Chef der Briefzentren in Freiburg und Offenburg und dadurch mitverantwortlich dafür, dass die Wahlbenachrichtigungen rechtzeitig in den Briefkästen der Bürger liegen.

Eine besondere Verantwortung, der sich Becker bewusst ist. „Ganz klar: Jeder Brief ist für uns wichtig – aber die Wahlbenachrichtigungen besonders. Da darf nichts schiefgehen“, erzählte er vergangene Woche bei einem Pressetermin im Briefzentrum. Dort lagerten zu diesem Zeitpunkt bereits die von einer Maschine, die 40.000 Briefe pro Stunde bearbeiten kann, sortierten Wahlbescheinigungen fertig zum Versand in ganz Freiburg.

Wahlamtsleiter rechnet mit viel Briefwahl

Danach ist der Job für Becker und seine Kollegen erledigt – zumindest vorerst. Denn auch der Versand der Briefwahlunterlagen läuft über das Zentrum in Hochdorf. „Wir erwarten wieder viel Briefwahl“, sagte Michael Haußmann, Wahlamtsleiter der Stadt Freiburg. Und: „Darauf sind wir vorbereitet.“

Wenig Briefe ins Ausland

Im Gegensatz zu Bundestagswahlen sind hier Personen, die in Baden-Württemberg wohnhaft sind, wahlberechtigt. Heißt: Es müssen kaum Briefe ins Ausland verschickt werden. Ein logistischer Vorteil beim Versand von Wahlunterlagen: „Die weltweiten Postlaufzeiten sind hoch“, so Haußmann. Diese Probleme dürfte es in diesem Jahr jedoch kaum geben.

Und auch die leicht erhöhte Anzahl an Wahlberechtigten – im Gegensatz zur Bundestagswahl sind bei der Landtagswahl auch die 16- und 17-Jährigen wahlberechtigt – bereitet dem erfahrenen Wahlamtsleiter keine Bauchschmerzen. Und ohnehin: „Ich bin nie nervös, weil Nervosität bringt nichts“, sagt Haußmann mit Blick auf das Freiburger Superwahljahr.

Eine Mitarbeiterin im Briefzentrum an der Maschine, die auch die mehr als 160.000 Wahlbenachrichtigungen verarbeitet hat.

Foto: Felix Paschke

Denn nur eineinhalb Monate nach dem Landtag wählen die Freiburger auch einen neuen Oberbürgermeister (26. April). Dann beginnt das Prozedere im Briefzentrum in Hochdorf von Neuem – und zwar möglicherweise zweimal. Denn sollte im ersten Wahlgang keiner der Kandidaten die absolute Mehrheit der Stimmen haben, fällt die Entscheidung im zweiten Wahlgang drei Wochen danach. Durchaus eine „Herausforderung“, so Haußmann.

Am Wahlsonntag werden rund 1900 Helfer im Einsatz sein.

Doch zunächst steht für ihn und das städtische Wahlamt die Landtagswahl auf dem Plan. Ab dem 9. Februar öffnet das Briefwahlbüro des Wahlamts in der Berliner Allee 1 die Pforten. Am Wahlsonntag selbst werden dann rund 1900 Personen im Einsatz sein, um den ordnungsgemäßen Ablauf der Wahl und die zügige und korrekte Auszählung der Ergebnisse zu gewährleisten. Und bereits eineinhalb Monate später steht dann die Freiburger OB-Wahl auf dem Plan.

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