Weltstar in Donaueschingen: Wie Marie Antoinette an die Quelle kam

Die junge Marie Antoinette, gemalt von Joseph Ducreaux.
Repro Baarverein- Vortrag in Donaueschingen: „Von Wien über Donaueschingen nach Versailles – Die Brautfahrt der Marie Antoinette“.
- Termin ist Mittwoch, 17. Juni, 19 Uhr, in der FF-Anspannhalle; Eintritt frei, Spenden erwünscht.
- Anlass ist der Halt der 14-jährigen Maria Antoinette am 3. Mai 1770 im Haus Fürstenberg.
- Historiker Joachim Brüser berichtet über Vorverhandlungen und Etappen der Reise bis Paris.
- Entlang der Route wurden Straßen gebaut, Orte gestrichen und Schlösser renoviert – oft mit Schulden.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Der Baarverein und das Haus Fürstenberg laden am Mittwoch, 17. Juni, um 19 Uhr, zum Vortrag „Von Wien über Donaueschingen nach Versailles – Die Brautfahrt der Marie Antoinette“ ein. Die Veranstaltung findet laut einer Mitteilung des Baarvereins in der besonderen FF-Anspannhalle statt.
Für das Haus Fürstenberg und die Stadt Donaueschingen ging der 3. Mai 1770 in die Geschichte ein. An diesem Tag übernachtete die 14-jährige Maria Antoinette mit ihrem Tross von über 200 Personen und 300 Pferden in der damals noch jungen Residenzstadt. Die jüngste Tochter der Kaiserin Maria Theresia befand sich auf dem Brautzug von Wien nach Versailles, um dort den späteren König Ludwig XVI. zu heiraten. Für das Haus Fürstenberg war der Halt in Donaueschingen eine ganz besondere Auszeichnung durch das Haus Habsburg.
Die einzelnen Etappen
Joachim Brüser von der Universität Tübingen wird in seinem Vortrag über die Vorverhandlungen und die einzelnen Etappen des Brautzuges von Wien bis Paris berichten. Auf der Strecke wurden eigens für diese Durchfahrt dutzende Straßen neu angelegt, Ortschaften frisch gestrichen, Schlösser renoviert und ganze Gebäude neu errichtet.
Zahlreiche Gastgeber verschuldeten sich über Jahrzehnte, um für einen kurzen Moment die Aufmerksamkeit der Weltgeschichte auf sich zu ziehen. Zwar bekräftigte die Eheschließung kurzfristig den Frieden zwischen Frankreich und Österreich, für Marie Antoinette endete die Fahrt nach Frankreich letztlich aber auf der Guillotine der Revolution.
Joachim Brüser hat Geschichte, Kunstgeschichte und Politikwissenschaft in Tübingen und Aix-en-Provence studiert. Promoviert wurde er 2008 mit einem Thema der frühneuzeitlichen Landesgeschichte, 2017 habilitierte er sich an der Universität Tübingen. Nach Tätigkeiten im Landesarchiv Baden-Württemberg und als Kulturamtsleiter der Stadt Kirchheim unter Teck lehrt er nun an der Universität Tübingen. Der Eintritt ist kostenlos, Spenden sind erwünscht. Zugang über den Innenhof in der Fürstenbergstraße 11, Parkplatz an der Fürstenbergstraße.