Vortrag in Donaueschingen: Handy aus, Familienfrieden an?

Snapchat, Tiktok, Instagram und Youtube sind beliebte Apps, die Jugendliche auf ihren Smartphones haben. Ein Medienpädagoge erklärt beim der VHS Baar, wie Eltern damit umgehen sollen. (Symbolfoto)
© Aleksei – stock.adobe.com- Interaktiver VHS-Abend in Donaueschingen: Eltern lernen Mediennutzung zu begleiten.
- Referent ist Phillip Schreiber vom KMZ VS und Dozent des LMZ.
- Themen sind Apps, Regeln, Risiken wie In-App-Käufe und Cybermobbing.
- Ziel ist Orientierung statt Verbote und weniger digitaler Stress im Alltag.
- Termin am Mittwoch, 18. November, 19–20.30 Uhr, VHS Baar; Anmeldung über vhs-baar.de.
Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.
Noch ein Video. Noch eine Runde. Und dann die Diskussion, wann endlich Schluss ist. Wenn Smartphone und Spielekonsole den Familientakt bestimmen, brauchen Eltern mehr als ein energisches „Jetzt reicht’s!“. Wie sich Kinder in der digitalen Welt verlässlich begleiten lassen, steht am Mittwoch, 18. November, bei einem interaktiven Vortragsabend der Volkshochschule (VHS) Baar in Donaueschingen im Mittelpunkt.
Referent ist Phillip Schreiber, Medienpädagoge am Kreismedienzentrum (KMZ) VS und Dozent des Landesmedienzentrums (LMZ). Der Abend richtet sich an Eltern mit Kindern jeder Altersstufe. Er soll ihnen helfen, Apps besser einzuschätzen, sinnvolle Regeln zu finden und digitale Stressfaktoren im Alltag zu verringern. Denn hinter dem Streit ums Ausschalten stecken größere Fragen: Was macht mein Kind eigentlich am Bildschirm? Wo braucht es Freiraum, wo klare Grenzen? Und wie bleibe ich ansprechbar, wenn online etwas schiefläuft?
Das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit empfiehlt, Regeln zur Mediennutzung mit Kindern zu vereinbaren und an deren Entwicklung anzupassen. Auch das eigene Verhalten gehört auf den Prüfstand: Wer beim Essen selbst ständig aufs Handy schaut, lebt etwas anderes vor, als er vom Nachwuchs verlangt. Interesse an Lieblingsspielen und Videos kann außerdem einen Gesprächseinstieg schaffen, bei dem es nicht sofort um Verbote geht.
Praktische Orientierung statt bloßer Verbote
Neben dem Familienklima geht es um handfeste Risiken – etwa durch In-App-Käufe. Für Familien lohnt deshalb der Blick auf Kaufoptionen und Geräteeinstellungen. Medienbegleitung bedeutet auch, solche Mechanismen zu verstehen und mit Kindern darüber zu sprechen.
Der Vortrag greift Risiken wie Kostenfallen und Cybermobbing auf und setzt auf praktische Orientierung statt bloßer Verbote. Eltern sollen Sicherheit gewinnen, um ihre Kinder beim verantwortungsvollen Umgang mit digitalen Angeboten zu unterstützen. Es geht darum, Risiken besser einzuschätzen, Entscheidungen zu begründen und im Gespräch zu bleiben. Ein einzelner Abend löst nicht jeden Medienkonflikt. Er kann aber der Anstoß sein, zu Hause neue Vereinbarungen zu treffen und aus ständigen Kontrollen eine bewusstere Begleitung zu machen.
Die Veranstaltung findet am Mittwoch, 18. November, von 19 bis 20.30 Uhr im zweiten Obergeschoss der VHS Baar, Hindenburgring 34 in Donaueschingen, statt. Der Eintritt kostet vorab neun Euro, an der Abendkasse zehn Euro. Informationen und Anmeldung unter vhs-baar.de, Kursnummer 262105211.