Waldenser-Regional-Markt in Neuhengstett: Premiere übertrifft alle Erwartungen

Jede Menge Köstlichkeiten konnten beim ersten Waldenser-Regional-Markt erstanden werden.
Talmon GrosAm frühen Mittag des Veranstaltungstags beginnen die Aussteller mit dem Aufbau ihrer Stände. Und man hört schon die Freude und das Erstaunen über das schöne Gelände des Waldenserensembles. Mit jedem liebevoll hergerichteten Stand wird der Anblick schöner, es entwickelt sich eine richtige Idylle. Übersichtlich durch die begrenzte Fläche – und letztlich ganz und gar den Vorstellungen der Veranstalter entsprechend, ein heimeliger, kleiner Markt.
Der Beginn wird auf den Spätnachmittag gelegt, geplant wird mit einem offenen Ende. Der ein oder andere bleibt skeptisch, aber es funktioniert: Der Markt entpuppt sich als ein willkommenes Sommerprogramm fürs Dorf – und zur Erleichterung aller – könnte das Wetter nicht besser sein.

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Schwarzwälder BoteDie Gemeinde ist vertreten durch den Waldenserhof Jourdan mit Produkten aus der eigenen Landwirtschaft; Andrea Kolb-Biester mit Marmeladen und Sirupen, die man auch verkosten darf; die Rosengärtnerei Sattler & Weber, die mit ihren Sträußen, Rosenstöcken und Gemüse eine Augenweide für die Marktbesucher war.
Honig. Spielzeug und ein besonderes Kunstwerk
Der Imker Peter Isaak bietet seinen Honig aus Neuhengstett, ebenfalls mit Kostproben, zum Kauf an. Paul und Marion Gayde präsentieren zu den bekannten weihnachtlichen Holzarbeiten nun auch Passendes zum Sommer und Spielzeug für die Kleinsten. Silvia Berners Kunst wird mit Gemälden und Karten im Neuen Museum angeboten – dem aufmerksamen Beobachter dürfte hier das Bild mit dem Blick auf den Ort Chasteiran im Chisonetal, der Heimat vieler Neuhengstetter Waldenser, nicht entgangen sein.
Meister der Töpferkunst
Außerdem, für viele sicher unbekannt, das kreative Angebot aus den Projekten des Begegnungsraums „Rössle“. Auch über die Anwesenheit des Meisters der Töpferkunst in der Gemeinde Althengstett, Gerhard Schmid, freuen sich viele Besucher, er bringt eine beachtliche Auswahl seiner Skulpturen mit, von denen einige einen neuen Besitzer finden.
Altes Handwerk
Zudem sind Aussteller aus der Region vertreten. Daneben bietet die Deutsche Waldenservereinigung Informatives zu den Waldensern und Souvenirs mit deren Leitspruch: Lux lucet in Tenebris – das Licht leuchtet in der Finsternis. Passend zeigen sich an diesem Nachmittag einige Neuhengstetter in der Tracht der Waldenser, was der ganzen Veranstaltung ein eigenes Flair verleiht.
Zwischen den Ausstellern gibt es altes Handwerk zu sehen. Es wird gezeigt, wie man eine Sense dengelt oder mit dem Spinnrad arbeitet.

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Schwarzwälder BoteFrauen der Szenischen Führung des Heimatgeschichtsvereins filzen im Gartenpavillon mit Kindern kleine Filzkugeln mit denen sie sich schmücken können. Als weitere Besonderheit des Tages hatten die Besucher die Möglichkeit, einmal in eine Waldensertracht zu schlüpfen und sich ein Erinnerungsfoto im passenden Ambiente des Museumshäusle zu schießen.
Viele Leckereien
Neben den Marktständen gibt es auch etwas für’s leibliche Wohl: frisch geräucherte Forellen von Eduard Fruck, verkauft aus seinem alten Feuerwehrauto, Leberkäs- und Schnitzelweck von den TSV-Skat-Spielern sowie eine große Auswahl Veggie-Köstlichkeiten von Andrea Rüfle aus dem Grünling. Chris Laich und sein Team bieten Weine und Sekt, und beim HGV gibt es allerlei Getränke und Bauernhof-Eis.
Spendenaktion für Deutsche Waldenservereinigung
Vom Heimatgeschichtsverein eine Zwiebelkuchen-Aktion zugunsten der Deutschen Waldenservereinigung, die für den Unterhalt und die Instandhaltung des Henri-Arnaud-Hauses in Schönenberg immer beachtliche Summen aufzubringen hat. Der Erlös aus dem Verkauf von Zwiebelkuchen und Most soll nun ein kleiner Beitrag aus Neuhengstett, zur Renovierung der Fenster dieses besonderen Museums sein.
Der Markt ist mit Start um 16 Uhr bis in den Abend immer gut besucht. Geschätzt mögen es gut 600 Gäste gewesen sein. Diese flanieren, unterhalten sich, sitzen im Garten des Nachbargrundstücks, das inzwischen im Besitz der Gemeinde Althengstett ist und somit eine zusätzliche Fläche für Sitzmöglichkeiten bietet.
Erwartungen deutlich übertroffen
Die Vereinsmitglieder werden öfters darauf angesprochen, dass man dieses Event doch jährlich wiederholen sollte. Auch die Aussteller zeigen sich rundum zufrieden mit der Organisation und dem Verkauf, die Erwartungen werden deutlich übertroffen. „Der Heimatgeschichtsverein freut sich über die rundum gelungene Premiere der Idee Waldenser-Regional-Markt und wird sich darüber Gedanken machen, wie und ob der Markt in Zukunft wieder stattfinden kann. Eventuell lässt sich der ursprüngliche Gedanke, den Markt in den anderen Waldensergemeinden rotieren zu lassen, ja doch noch verwirklichen. Der erste Schritt ist erfolgreich getan“, teilt der Verein mit.
Der Verein hat nach der grandiosen Skulpturen-Ausstellung EichenART mit Wolfgang Kalb, die im Mai startete, nun auch sein zweites großes Projekt des Jahres 2024 über die Bühne gebracht. Der Herbst wird gemächlich bleiben, die Dauerausstellung im neuen Museumsgebäude wird im Oktober mit seinem letzten fehlenden Stück vervollständigt. Damit endet die Museumssaison und es wartet noch ein MuseumsTreff in den Wintermonaten, bei dem die Gäste in gemütlicher Runde das Jahr Revue passieren lassen können. Auch fürs neue Jahr gibt es einige Ideen, die nun wieder Platz haben durchdacht zu werden.