Wald in Altensteig
: So viel kostet es Bäume vor Reh und Hirsch zu schützen

Im Gemeinderat ging es bei der Waldwirtschaft auch um die Schäden, die Rehe und Hirsche an Bäumen verursachen.
Von
Wiebke Jansen
Oberndorf
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Rehe fressen gern junge Schösslinge ab. (Symbolbild)

Thomas Warnack/dpa

Der Wald verjüngt sich – entweder durch Samen von Bäumen oder gesetzten Kulturen. Die jungen Sprösslinge sind allerdings auch ein großer Leckerbissen für Rehe und Rotwild. Und auch die größeren Bäume sind nicht gefeit: Die männlichen Tiere reiben ihre Geweihe an den Stämmen. Das schädigt die Bäume ebenfalls.

Im Gemeinderat ging Inge Hormel, Abteilungsleiterin des Bereichs Forstbetrieb und Jagd im Landratsamt Calw, beim Bericht über die Waldwirtschaft deshalb auch auf das Wild in den Altensteiger Wäldern ein.

2025 wurden 8400 Euro allein an Sachkosten in den Schutz vor Wild gesteckt. 6300 Euro gingen an Sachkosten in den Zaunneu- und Abbau, mit denen die jungen Bäume vor den Tieren geschützt werden sollen.

Als Schutz für die größeren Bäume werden Wuchshüllen angebracht. Aktuell seien diese noch aus Kunststoff, erläuterte Förster Reiner Stoll im Gemeinderat. Es würden allerdings schon Hüllen aus abbaubaren Materialien ausprobiert, die aber auch teurer seien.

Wuchshüllen schützen Bäume vor Verbiss. (Symbolbild)

Foto: Pfannes

Obendrauf kommen die Lohnkosten: 12.100 Euro für den Schutz gegen Wild, 34.400 Euro für die Zäune und weitere 5900 Euro für den Einzelschutz gegen Rotwild. Rotwild – also Rothirsche – sind größer als Rehe und können damit auch an höher gelegene Äste und Baumbestandteile gelangen. Insgesamt kommen so für 2025 Kosten in Höhe von 67.100 Euro zusammen, nur, um die Bäume und Schösslinge vor Tieren zu schützen.

„In der Summe doch relativ viele Kosten, die für Wild ausgegeben werden“, resümierte Hormel.

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