Vorfahrt Bad Teinach-Zavelstein
: Ab wann gilt nicht mehr Rechts-vor-Links auf manchen Hauptstraßen?

In Schmieh, Emberg und Sommenhardt mussten die geltenden Rechts-vor-Links Regelungen geändert werden. Wir haben Bürgermeister Markus Wendel nach dem aktuellen Stand gefragt.
Von
Celine Weigel
Oberndorf
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Unter anderem in Sommenhardt wird die Vorfahrtsregelung geändert.

Celine Weigel

Vor einigen Monaten wurden Änderungen der Vorfahrtsregelungen in den Teilorten Schmieh, Emberg und Sommenhardt angekündigt. Laut Bundesrecht gilt an den entsprechenden Straßen fälschlicherweise Rechts-vor-Links. Der Beschluss sorgte für Aufsehen.

Konkret betroffen sind die Hauptstraße in Schmieh, die Teinacher Straße/Rötenbacher Straße in Emberg sowie die Nagoldtalstraße/Calwer Straße in Sommenhardt. Aufgrund der rechtlichen Lage wurde beschlossen, die Straßen zu Vorfahrtsstraßen zu erklären.

70 bis 100 neue Schilder

Bürgermeister Markus Wendel gab nun auf Anfrage unserer Redaktion Auskunft zum aktuellen Stand.

Die Änderungen bedeuteten, dass zahlreiche neue Beschilderungen gebraucht werden. 70 bis 100 neue Schilder sind nötig – so lautete das Ergebnis einer Verkehrsschau Mitte März. Die bauliche Umsetzung sei inzwischen im vollen Gange, so Wendel.

Derzeit werden nach und nach die Pfosten für die neuen Verkehrsschilder aufgestellt. Die Anbringung der Schilder folge bald. Alle Änderungen dürften mit Beginn des vierten Quartals in der ersten Oktoberhälfte vollendet sein, meint der Bürgermeister. Aktuell werde zudem die Höhe der anfallenden Kosten besprochen.

Über verschiedene Kanäle

Auf die Frage, wie man die Bürger über die Änderungen aufkläre, betont Wendel die Relevanz der Öffentlichkeitsarbeit. Über verschiedene Kanäle – beispielsweise die Homepage der Stadt Bad Teinach-Zavelstein – werde man die Bewohner rechtzeitig informieren.

Generell sei das Thema inzwischen in der Bevölkerung der betroffenen Orte angekommen, die laufenden Bauarbeiten seien ja auch zu sehen. Manche würden die zuständigen Mitarbeiter sogar direkt ansprechen, um sich zu informieren, so Wendel.

Bisher waren die Verkehrsteilnehmer in den betroffenen Teilorten gewohnt, dass auf den entsprechenden Straßen Rechts-vor-Links gilt. Mehrere Jahrzehnte lang waren die Hauptstraßen keine Vorfahrtsstraßen. Ist es daher wahrscheinlich, dass durch die Änderungen ein höheres Unfallrisiko entsteht?

Bisher keine Unfallschwerpunkte

Wendel schätzt die Gefahr nicht höher ein, da sich die Veränderungen nur auf die neue Beschilderung beschränke. Dabei handle es sich um Schilder, die jeder kenne.

Generell seien die entsprechenden Gebiete bisher keine Unfallschwerpunkte gewesen – so sei es in den vergangenen Jahren zu einer niedrigen einstelligen Anzahl an Unfällen gekommen. Außerdem seien das nicht nur Vorfahrtsunfälle gewesen, erklärt Wendel.

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