Vier Großbrände dabei
: So oft rückte die Feuerwehr Altensteig im vergangenen Jahr aus

Rückblick, Wahlen und Ausblick: Die Freiwillige Feuerwehr Altensteig zieht Bilanz und zeigt, dass hinter Einsätzen und Technik ein engagiertes Team steht.
Von
Aylin Kaya
Oberndorf
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Die Feuerwehr Altensteig hat Bilanz gezogen.

Aylin Kaya

Es gibt Abende, an denen spürbar wird, was Gemeinschaft bedeutet. Wenn Menschen zusammenkommen, die Verantwortung übernehmen – ehrenamtlich und verlässlich. In diesem Geist hielt die Freiwillige Feuerwehr Altensteig, Abteilung Stadt, ihre Hauptversammlung ab.

Gemeinsam mit den Kameraden stellten Abteilungskommandant Joachim Theurer und Bürgermeister Oliver Valha zum Start der Hauptversammlung den neuen Mannschaftstransportwagen (MTW) offiziell in Dienst.

107 Einsätze, davon vier Großbrände

Hinter der Feuerwehr liegt ein ereignisreiches Jahr. Einsätze, Übungen und Entwicklungen zeichneten ein vielschichtiges Bild des Dienstes.

Insgesamt rückte die Abteilung Stadt zu 107 Einsätzen aus. Das Einsatzspektrum umfasste acht Verkehrsunfälle, 32 Kleinbrände, vier Mittelbrände und vier Großbrände. Im Bereich der Technischen Hilfeleistung wurden 51 Einsätze verzeichnet, hinzu kamen acht Fehlalarme.

Ergänzend wurden 18 Überlandbrandhilfen, neun Drehleitereinsätze, acht Feuersicherheitswachdienste, acht Türöffnungen, zwölf Ölspuren sowie 23 Alarmierungen durch Brandmeldeanlagen und Rauchwarnmelder registriert.

Ausbildung im Fokus

Auch bei der Ausbildung war die Feuerwehr Altensteig stark eingebunden. 2025 gab es zwei Funklehrgänge, ein Truppmann-Lehrgang und zwei Drehleiter-Fortbildungen.

Einen Schwerpunkt bildeten die Belastungsübungen: Insgesamt nahmen 429 Einsatzkräfte aus den Landkreisen Calw (294) und Freudenstadt (135) teil. Ergänzt wurde das Ausbildungsangebot durch Fortbildungen für Feuerwehrsanitäter sowie eine Führungshausübung am Gerätehaus.

Besonders umfangreich war die Brandausbildung am Brandcontainer. Dort wurden im Jahr 2025 insgesamt 460 Teilnehmer geschult.

Atemschutz sorgt für Arbeit

Ein zentraler technischer Aufgabenbereich bleibt die Atemschutzwerkstatt. Dort werden 40 Übungs- und 59 Einsatz-Atemschutzgeräte betreut. Zum Bestand zählen unter anderem 173 Vollmasken, 198 Atemluft- und Arbeitsluftflaschen sowie 117 Lungenautomaten, ergänzt durch neun Vollmasken. Zudem ist die Werkstatt für die komplette Atemschutz-Ausstattung der Feuerwehr Grömbach zuständig.

2025 gab es 4244 Prüfungen und Wartungen der Ausrüstung, darunter Maskenprüfungen, Flaschenfüllungen sowie Prüfungen von Atemschutzgeräten und Lungenautomaten.

Ein weiterer wichtiger Schritt in der technischen Entwicklung war die Einführung des digitalen Einsatzstellenfunks. Dank guter Vorbereitung verlief der Übergang reibungslos und stärkt die Kommunikation und Sicherheit im Einsatz, hieß es bei der Hauptversammlung.

Veranstaltungen wie Familienessen, Wanderungen, Ausflüge sowie feste Termine wie Maibaumstellen, Maiwanderung und der Feuersicherheitswachdienst beim Weihnachtsmarkt stärkten den Zusammenhalt in der Abteilung.

Finanzen sind im Lot

Die finanzielle Lage zeigte sich solide: Der Kassenbericht von Olaf Günther sowie die Prüfung durch Roland Traub und Rainer Fuchs bestätigten eine ordnungsgemäße Führung. Die Entlastung durch Valha erfolgte einstimmig.

Bürgermeister Oliver Valha würdigte die Bedeutung der Feuerwehr: „Eine leistungsfähige Feuerwehr ist keine Selbstverständlichkeit, sondern ein großes Glück für die Stadt.“

Was 2026 ansteht

Die Zukunft spielte ebenfalls eine Rolle: von der bereits beauftragten neuen Einsatzkleidung über laufende Materialtests bis zu der Frage, welche Ausstattung die Wehr künftig zusätzlich stärken kann. Als zentrales Zukunftsthema begleitete den Abend auch der geplante Neubau des Gerätehauses.

Zum Abschluss ging es um anstehende Ereignisse: So feiert Jugendfeuerwehr im kommenden Jahr ihr 25-jähriges Bestehen beim verkaufsoffenen Sonntag im April.

Das Feuerwehrgerätehaus soll bald neugebaut werden.

Foto: Kaya

In der Jugendfeuerwehr engagieren sich 51 Kinder und Jugendliche, darunter 15 Mädchen. Die Nachwuchsarbeit zeigt Wirkung: Vier Jugendliche konnten bereits in die aktiven Abteilungen übernommen werden.

Für 2026 ist das erste Treffen der Alterswehr geplant, um den Austausch ehemaliger Aktiver wieder zu beleben. Auch ein Wintergrillen für die gesamte Familie ist vorgesehen.

Ehrungen, Wahlen und Personal

Ehrungen
 Für ihre regelmäßige Teilnahme an den Pflichtübungen erhielten Tobias Frey, Thomas Obergruber, Tobias Seeger und Sebastian Seeger eine Ehrung.

Wahlen
Bei den anschließenden Wahlen wurden Alexander Simonis (Gesamt- und Abteilungsausschuss) sowie Curd Freudenmann (Abteilungsausschuss) in ihrer Verantwortung bestätigt.

Personal
 Personell gab es Veränderungen: Holger Klaiß und Philipp Ludwikowski wurden aus dem aktiven Dienst verabschiedet, mit dem 16-jährigen Lukas Kalmbach ein neues Mitglied aufgenommen. Um Nachwuchs zu gewinnen, will die Wehr künftig stärker öffentlich präsent sein – auch über soziale Medien.

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