Schulen im Nordschwarzwald
: Teilweise fehlen Lehrer – und eine Schulart verliert Schüler

185 Lehrkräfte wurden zum Start des neuen Schuljahres für Pforzheim, den Enzkreis und den Landkreis Calw neu eingestellt. Doch das reicht offenbar nicht.
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rk/pm
Nordschwarzwald
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Neues Schuljahr beginnt: ARCHIV - 15.07.2021, Hessen, Wiesbaden: Schulranzen stehen vor einem Klassenzimmer. Bevor die Schule wieder losgeht: Schulranzen packen. (zu dpa: «Sommerferien vorbei - Unterricht an Hamburgs Schulen startet») Foto: Arne Dedert/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Das neue Schuljahr beginnt – doch offenbar gibt es nicht überall in der Region genügend Lehrkräfte.

Arne Dedert/dpa
  • Unterrichtsversorgung im Nordschwarzwald wackelt – trotz 185 neuer Lehrkräfte.
  • Schulamt Pforzheim begrüßte Neueinstellungen für Grund-, Werkreal-, Real-, Gemeinschafts- und SBBZ.
  • Bedarf steigt, Bewerber fehlen teils; besonders Sonderpädagogik leidet unter Mangel.
  • Regionen mit Bedarf erhielten frühe Ausschreibungen, befristete Verträge wurden geschlossen.
  • Schülerzahlen steigen insgesamt, nur Haupt-/Werkrealschulen verzeichnen Rückgang.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Das Staatliche Schulamt Pforzheim hat vergangene Woche an der Hochschule Pforzheim die neu eingestellten Lehrkräfte im Schulamtsbezirk (Landkreis Calw, Enzkreis und Stadtkreis Pforzheim) feierlich begrüßt.

Zum Start des neuen Schuljahres 2026/2027 wurden an den Grund-, Haupt-/Werkreal-, Real-, Gemeinschafts- und Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren (SBBZ) im gesamten Schulamtsbereich 185 neue Lehrkräfte fest eingestellt, teilt die Behörde mit.

Behörden unternehmen große Anstrengungen

Auf die einzelnen Schularten verteilt sich das wie folgt: an Grundschulen 75, an Haupt-/Werkrealschulen 23, an Realschulen 44, an Gemeinschaftsschulen (Sekundarstufe I) 27 und an Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren (SBBZ) 16. Über den Direkteinstieg wurden zudem weitere vier Personen eingestellt.

All das scheint trotzdem nicht ganz auszureichen.

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Um die Unterrichtsversorgung sicherzustellen, würden das Schulamt und das zuständige Regierungspräsidium Karlsruhe weiterhin große Anstrengungen unternehmen, heißt es weiter. Für Regionen mit besonderem Bedarf seien die notwendigen Stellen etwa bereits Ende 2025 ausgeschrieben worden.

Organisation deutlich herausfordernder geworden

Auch danach habe es mehrere Stellenausschreibungen und Einstellungsmöglichkeiten gegeben. Darüber hinaus seien für dieses Schuljahr schon zahlreiche befristete Verträge (zum Beispiel für langfristige Ausfälle) vom RP Karlsruhe abgeschlossen worden.

Doch im Vergleich zu Vorjahren sei die Organisation der Unterrichtsversorgung deutlich herausfordernder geworden – der Bedarf sei gestiegen und die Bewerberzahlen seien weiterhin nicht in allen Regionen und/oder Schularten ausreichend.

Durch (noch) unbesetzte Stellen oder neue langfristige Ausfälle könne es  daher an einzelnen allgemeinen Schulen zum Unterrichtsbeginn zu Einschränkungen im Unterricht kommen. Insbesondere im Bereich Sonderpädagogik könne aufgrund von deutlichem Bewerbermangel die sonderpädagogische Förderung nicht im notwendigen Maße erfolgen.

Die Schülerzahlen stiegen indes insgesamt an. Eine Schulart stellte dabei aber eine Ausnahme dar.

Bei den öffentlichen Grundschulen kletterte die Schülerzahl um rund 330 Schüler auf rund 19.740.

Rückgang um 163 Schüler

Die öffentlichen Haupt-/Werkrealschulen verzeichnen dagegen einen Rückgang um 163 Schüler und liegen nun bei 3310 Schülern.

Bei den öffentlichen Realschulen sind die Schülerzahlen um rund 30 Schüler angestiegen. Insgesamt besuchen jetzt rund 9950 Schüler diese Schulart.

Bei den öffentlichen Gemeinschaftsschulen gab es einen Schülerzuwachs von rund 70 Schülern. Insgesamt besuchen in diesem Schuljahr rund 2620 Schüler die Sekundarstufe I der Gemeinschaftsschule.

Die öffentlichen Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren (SBBZ) werden in diesem Schuljahr von rund 1790 Schülern besucht.