Qualmende Bremsen an Lastwagen
: Pferde an Bord – Feuerwehr verhindert Schlimmeres in Hirsau

Es klingt wie ein Déjà-vu: An einem Lastwagen in der Hirsauer Pletschenau steigt Qualm aus den defekten Bremsen auf – die Feuerwehr rückt an, um Schlimmeres zu verhindern.
Von
Bernd Mutschler
Oberndorf
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Ein Pferdetransporter blieb in der Hirsauer Pletschenau mit qualmenden Bremsen liegen. Die Feuerwehr musste kühlen.

Bernd Mutschler

Erst vor wenigen Wochen brannten die Bremsen eines Flüssiggas-Tankwagens, der in der Pletschenau von Ottenbronn kommend nach Hirsau fuhr. Auch am Montagmorgen gegen 11 Uhr sorgten qualmende Bremsen eines Pferdetransporters für Aufregung in der Pletschenau und weckten Erinnerungen an den Vorfall vom Juli.

Auch bei der Feuerwehr war wohl deshalb das Alarmstichwort höher gewählt und die Abteilungen aus Calw und Hirsau wurden mit dem Stichwort „Mittelbrand“ alarmiert. War zuerst die Polizei vor Ort, rückte die Feuerwehr mit insgesamt fünf Fahrzeugen an. An dem Lastwagen stellten sie dann starke Rauchentwicklung fest, allerdings kein Feuer. „Wahrscheinlich ein Defekt an den Bremsen des Sattelaufliegers“, konstatierte Michael Gollor, erster stellvertretender Kommandant der Gesamtfeuerwehr Calw, der als Einsatzleiter vor Ort war.

Bremsen mit Wasser kühlen

Relativ schnell sei aber klar geworden, dass man die insgesamt 25 Kräfte vor Ort wieder reduzieren konnte und „zwei Löschfahrzeuge ausreichend sind“, so Gollor weiter. Die Feuerwehrleute machten sich dann daran, die qualmenden Bremsen auf beiden Seiten des Sattelaufliegers mit Wasser zu kühlen, der vor dem Kirchengebäude der Gemeinde Gottes zum Stehen gekommen war.

Die Feuerwehr war mit zwischenzeitlich mit fünf Fahrzeugen vor Ort.

Foto: Bernd Mutschler

Bereits knapp eine Stunde später war der Einsatz dann auch wieder beendet – zumindest für die Feuerwehr. Die Polizei war noch länger vor Ort. Denn lange war nicht klar, ob der Lastwagen eines Schaustellers, der mit den Pferden an Bord auf dem Weg nach Schömberg war, seine Fahrt fortsetzen durfte.

Tiere vor Hitze schützen

Um die Tiere vor der Hitze zu schützen, musste der Fahrer in den Schatten auf der anderen Straßenseite umparken. Überlegungen vor Ort gingen dahin, den Lastwagen an geeigneter Stelle einige hundert Meter weiter zwischenzuparken und die Tiere herauszuholen, bis klar ist, wie es weitergeht.

Die Bremsen des Sattelaufliegers mussten wegen eines technischen Defekts gekühlt werden.

Foto: Bernd Mutschler

Klarheit gab es dann wenig später durch die Auskunft der Pressestelle des Polizeipräsidiums Pforzheim: „Der LKW bleibt stehen“, sagte Sabine Maag von der Stabsstelle Öffentlichkeitsarbeit im Gespräch mit unserer Redaktion. Die Weiterfahrt sei untersagt worden und so musste ein Platz zum Umladen gesucht werden. Der wurde dann wohl im Bereich Hundesportplatz und Verkehrsübungsplatz in Hirsau gefunden, wo die Tiere entladen wurden. Nach etwa eineinhalb Stunden konnten sie dann in ein anderes Fahrzeug umgeladen werden.

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