„Ort der Zukunft“
: Egenhausen schließt größtes Bauprojekt in Gemeindegeschichte ab

Drei Jahre nach dem symbolischen Spatenstich ist das bislang größte Bauprojekt der Gemeinde Egenhausen offiziell abgeschlossen.
Von
Aylin Kaya
Oberndorf
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Im November wurde der Bauhof offiziell vorgestellt.

Gemeinde Egenhausen

In der jüngsten Gemeinderatssitzung stellte Bürgermeister Sven Holder die Schlussabrechnung für die Sanierung und Erweiterung des Egenhäuser Bauhofs vor. Die Maßnahme beläuft sich auf 1,65 Millionen Euro. Nach Abzug einer Zuwendung aus dem Landessanierungsprogramm in Höhe von rund 125 710Euro verbleibt ein Gemeindeanteil von rund 1,53 Millionen Euro. Der Gemeinderat nahm die Abrechnung einstimmig und ohne Rückfragen zur Kenntnis.

Zentralisiert und modernisiert

Erst vor wenigen Wochen präsentierte sich der Bauhof beim Tag der offenen Tür erstmals der Öffentlichkeit – funktional gebündelt, zentralisiert und modernisiert. Der Bauhof ist weit mehr als eine technische Einrichtung, er ist eine operative Schaltzentrale für Pflege und Instandhaltung. Dort wird täglich kommunale Verantwortung in die Praxis umgesetzt – ob beim Winterdienst, der Grünflächenpflege, Reparaturen an öffentlichen Gebäuden oder der Begleitung von Veranstaltungen.

Die Sanierung war daher nicht nur sinnvoll, sondern notwendig: Mit der räumlichen und organisatorischen Konsolidierung von Werkstätten, Lagern und Fahrzeughallen wurde ein echter Meilenstein für die Infrastruktur der Gemeinde gesetzt.

Die Entscheidung, das bestehende Areal zu erweitern, fiel bereits 2022, als ein angrenzendes Grundstück erworben werden konnte. Damit wurden nicht nur Außenlager aufgelöst, sondern auch optimale Rahmenbedingungen für moderne Arbeitsabläufe geschaffen. Auch Nachhaltigkeit und Energieeffizienz waren Teil des Konzepts: Die vorgenommenen Maßnahmen zeigen, dass funktionale Verbesserung und Zukunftsorientierung hier zusammen gedacht wurden.

1,3 Millionen Euro waren angesetzt

Der ursprüngliche Kostenrahmen lag bei rund 1,3 Millionen Euro. Die nun vorgelegte Gesamtsumme von 1,53 Millionen Euro ergibt sich aus konkret beschlossenen Erweiterungen, die in der aktuellen Sitzung als einzelne Tagesordnungspunkte aufgeführt wurden.

Darunter fallen etwa Ausführungen zur Optimierung der Gebäudetechnik, funktionale Ergänzungen im Außenbereich, strukturelle Anpassungen im Bestand sowie energetische Verbesserungen.

Die Differenz von 206 800 Euro ist damit nachvollziehbar und transparent – nicht als unerwartete Mehrkosten, sondern als bewusste Qualitätssteigerung im Sinne der langfristigen Nutzung.

„Mit diesem Bauhof haben wir nicht nur Gebäude geschaffen, sondern eine Umgebung, die unsere Mitarbeiter stärkt und unsere Einsatzfähigkeit im Alltag sichert“, versicherte Bürgermeister Sven Holder in der Sitzung. Es sei zudem bemerkenswert, wie viele Ideen direkt aus dem Bauhof-Team selbst eingeflossen seien – ein Beispiel für Verantwortung, die auf allen Ebenen gelebt werde.

Mitarbeiter bringen sich in Planung ein

Besonders gewürdigt wurde, dass Mitarbeiter des Bauhofs bereits in der Planungsphase praxisnahe Impulse eingebracht hatten – etwa zur effizienteren Raumnutzung, zur technischen Ausstattung oder zur Struktur der Außenbereiche. „Was wir hier geschaffen haben, ist mehr als ein Gebäude – es ist ein Ort für Zukunft“, so Holder sinngemäß.

Auch der Gemeinderat zog ein positives Fazit: vorausschauende Kommunalpolitik, getragen von enger Zusammenarbeit und einem Blick für die tatsächlichen Anforderungen vor Ort.

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