Oberreichenbach
: Ein Tag der offenen Werkstatt

Korbmacherei, Imkerei sowie Kunsthandwerkliches zu sehen
Von
Schwarzwälder-Bote
Oberndorf
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Claudia Rieger und Hans-Jörg Berweck veranstalten alle drei Jahre einen Tag der offenen Werkstatt. Foto: Frommann

Schwarzwälder-Bote

Von Renate Frommann

Oberreichenbach. Alle drei Jahre wird das Haus in der Schulstraße 24 von Korbmachermeisterin Claudia Rieger und Imker Hans-Jörg Berweck zum Frühlingserwachen ein Haus der offenen Werkstatt.

Hätte das Wetter mitgespielt, wäre es für Rieger und Berweck einfacher geworden, dann hätte dieser Tag im Garten stattgefunden. So musste das Haus umgeräumt werden, damit Keramikerin Ulrike Burkhardt, Schmuckdesignerin Rose Schrade, Kreisel-Bauer Gerhard Schrade und Weberin Sibylle Sayer ihre Werke ausstellen konnten.

Die Flechterei befindet sich im Untergeschoss. Seit fünf Jahren betreibt Rieger, im Hauptberuf Erzieherin, die Werkstatt als Nebengewerbe. Sie bearbeitet ausschließlich geschälte oder ungeschälte Weiden und fertigt Bügel- sowie Dekokörbe zum Hängen, Lampenschirme oder auch eine Babywiege zum Hängen an. Sie geht auch auf individuelle Wünsche der Kunden ein. Ihre Körbe sind dauerhaft und stabil. Die Arbeiten sind nicht mit Massenfertigung vergleichbar, sie haben deshalb auch ihren Preis.

Berweck bot Honig, Wald- oder Tannenhonig, aus dem Garten an. Seit sechs Jahren hat er zehn Völker, von denen in diesem Winter eines ausgefallen ist. Er produziert Lippenpflegebalsamstifte und Bienenwachskerzen. Außerdem verkaufte er aus Fremdbezug Blütenhonig, Handcreme, Bienenkittharz, Gummibärchen und Bonbons mit Honig.

Sayer zeigte gewebte Schals, Überwürfe und Stolen in modischen Farben aus edler Wolle. Verführerisch wie die alltagstaugliche und robuste helle, naturbelassene sowie mit zarten Tulpen dezent bemalte Keramik von Burkhardt. Und Schrades kleine Kreisel aus edlen Hölzern drehen sich perfekt, das sind aber eher Sammlerstücke und keine Spielgegenstände für Kinder. Als Gag fertigte er auch Kreisel aus der Abdeckung von Champagnerkorken an.

Die Schmuckpräsentation seiner Frau war edler Natur. Da müssen Interessierte schon tiefer in die Tasche greifen. Jedes Stück ist ein Unikat in Silber oder Feingold, teilweise mit Steinen in außergewöhnlichen Farben und Strukturen. Außerdem gestaltet sie preiswerten Sommerschmuck und größere oder kleinere Schalen aus Acrylglasplatten. Alle Werke waren am Tag der offenen Werkstatt von den Besuchern auch zu erwerben, oder es konnten spezielle Wünsche in Auftrag gegeben werden.

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