Neues Schild in Calw
: Enten füttern? Ist verboten – und kann tödlich sein

In der Polizeiverordnung der Stadt Calw steht es schon seit langem. Nun weist auch ein Schild am Brühl darauf hin, dass Vögel dort nicht gefüttert werden dürfen.
Von
Ralf Klormann
Oberndorf
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Ein neues Schild weist auf das Fütterungsverbot hin

Klormann

Viele Menschen verbinden schöne Kindheitserinnerungen damit. Mama, Papa oder andere Verwandte, eine Tüte mit Brot. Und Tauben, Enten oder Hühner, die sich über das Futter-Geschenk freuen.

Doch was wie ein harmloses Vergnügen für Kinder anmutet, kann fatale Konsequenzen für die Tiere haben. Verboten ist es noch dazu.

Darauf weist jetzt seit Kurzem ein neues Schild mit der Aufschrift „Füttern verboten“ am Calwer Brühl hin. Grundlage dafür bildet Paragraf zwölf der städtischen Polizeiverordnung. „Tauben und Enten dürfen auf öffentlichen Straßen und Gehwegen sowie Grün- und Erholungsanlagen nicht gefüttert werden“, steht dort zu lesen. Wer sich nicht daran hält, begeht eine Ordnungswidrigkeit.

Zucker, Salz, Schimmel

Der Hintergrund dieses Verbots ist ernst. Denn gerade Brot oder andere Backwaren enthalten zu viele Kohlenhydrate, Zucker, Salz, Backtriebmittel, manchmal Schimmel. Das führt zu Verdauungsproblemen – und Schlimmerem. Denn Brot kann im Magen und Hals der Vögel aufquellen, die Tiere dadurch sogar töten, warnen Tierschutzorganisationen. Kleinere Vögel laufen zudem Gefahr, sich an großen Stücken zu verschlucken.

Hinzu kommt ein gewisser Gewöhnungseffekt. Durch die leicht zugängliche Nahrung werden die Tiere mit der Zeit regelrecht abhängig vom Menschen, ernähren sich einseitig, leiden an Nährstoffmangel und werden dadurch anfälliger für Krankheiten.

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