Markenzeichen Kultursommer: Mehr als 100 Veranstaltungen sind im Nordschwarzwald geplant

Die Eröffnung im Schloss Neuenbürg wurde von der Musikschule Neuenbürg musikalisch umrahmt.
Ralf Recklies- Kultursommer im Nordschwarzwald eröffnet: mehr als 100 Veranstaltungen bis 16. August.
- Eröffnung im Schloss Neuenbürg mit Staatsminister Gunther Kriechbaum und Musikschule.
- Klaus Mack betont Vielfalt – Highlights sind Rossini in Wildbad und Klostersommer Hirsau.
- Viele Angebote an ungewöhnlichen Orten, etwa Sommernacht im Grandhotel Waldlust.
- Projekte und Termine: „Eine Stadt zeichnet“ in Pforzheim, „Klingendes Nagold“, Beatparade.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Mit einer Eröffnungsveranstaltung im Schloss Neuenbürg ist in dieser Woche im Beisein von Staatsminister Gunther Kriechbaum der 6. Kultursommer im Nordschwarzwald eröffnet worden.
Bis zum 16. August finden unter dem Dach des Kultursommers mehr als 100 Veranstaltungen statt, mit denen sich die Region in ihrer gesamten kulturellen Vielfalt präsentiert, wie der CDU-Bundestagsabgeordnete und Regionalverbandsverbandsvorsitzende Klaus Mack bei der Eröffnung ausführte.
„Der Kultursommer ist weit mehr als eine Veranstaltungsreihe, er ist für die Region längst zu einem Markenzeichen geworden“, so Mack, der als zwei der Höhepunkte Rossini in Wildbad und den Klostersommer in Hirsau bezeichnete.
Sommernacht im ehemaligen Grandhotel Waldlust
Es seien aber nicht unbedingt die großen Veranstaltungen, die für den Kultursommer stünden. Es seien gerade auch „die Veranstaltungen in kleinen und an ungewöhnlichen Orten“, die die Region reicher machten.
Mack führte dabei nicht zuletzt die Sommernacht am 25. Juli im ehemaligen Grandhotel Waldlust in Freudenstadt auf, das durch die Kultur zu neuem Leben erweckt werde und erhaltenswerte Architektur mit lebendiger Kultur zusammenbringe.
Gerade in einer Zeit, in der viel polarisiert werde, sei es wichtig, die Menschen über kulturelle Veranstaltungen zusammenzubringen, „denn Kultur erinnert an das, was verbindet, nicht an das, was trennt“, so Mack.
Er ist froh, dass es über die Jahre gelungen sei, den Kultursommer zu etablieren, mit dem die Bürger der Region den kulturellen Facettenreichtum erleben und erfahren könnten. Darüber hinaus sei es auch ein tolles Angebot für Touristen, die Zeit in der Region Nordschwarzwald verbringen.
Wie vielfältig das Angebot in der Kulturregion Nordschwarzwald ist, hatte bereits zu Beginn der Veranstaltung, die von der Musikschule Neuenbürg eröffnet worden war, Raphael Mürle mit seiner Figur Oskar Schneider vor Augen geführt.
Die Kulturfigur des Puppenspielers präsentierte ausgewählte Veranstaltungen in Orten „von A wie Alpirsbach bis W wie Wildberg“. Dabei wurde das Projekt „Eine Stadt zeichnet“, bei der sich Pforzheim vom 20. bis 25. Juli in ein riesiges Zeichenatelier verwandeln wird, ebenso vorgestellt wie das Konzertprogramm auf Burg Löffelstelz in Mühlacker. Auch die Sommermusik im Nagoldtal mit der Veranstaltung „Klingendes Nagold“ oder das Bildhauersymposium des Landkreises Calw, das in diesem Jahr vom 29. Juli bis 2. August in Bad Wildbad im Kurpark stattfindet, waren dabei.
Beatparade in Empfingen
Das Technofestival Beatparade in Empfingen oder die Ausstellung „Aschenputtels Lust“ im ehemaligen Freudenstädter Grandhotel Waldlust fanden ebenfalls ihren Platz neben der Ausstellung „Wein und Zeit“ (Eröffnung: 19. Juli, 16 Uhr) und dem Familientag im Bad Liebenzeller Wassermuseum am 26. Juli, bei dem auch das Clowntheater Berenike Felger am Ufer des Lenegnbachs zu erleben ist.
Einen kleinen Vorgeschmack auf ihre clowneske Kunst gab Felger als Camilla bereits bei der Eröffnungsfeier, als sie mit Oskar Schneider sowie dem Leiter des Pforzheimer DDR-Museums Moritz Bach und der Künstlerin Sibylle Burrer das Projekt „Demokratiekoffer“ vorstellte.
Menschen unterschiedlichster Generationen stellen dabei ihre Vorstellungen und Ideen von Demokratie in Koffern als eine Art Handgepäck zusammen, die Ergebnisse werden dann bei einer Ausstellung im November im DDR-Museum zu sehen sein.
Station in der Calwer Stadtbücherei
Die auf Initiative von Sibylle Burrer gestartete Aktion macht am 22. und 24. Juli auch Station in der Calwer Stadtbücherei. Am Mittwoch, 22. Juli, gibt es von 16.30 bis 18 Uhr einen kreativen Impuls mit Raphael Mürle und Moritz Bach, am Freitag, 24. Juli, wird dann von 14.30 bis 18 Uhr der Demokratiekoffer umgesetzt.
Dass die Region auf den Kultursommer stolz sein kann, wurde bei einem Talk mit dem Neuenbürger Bürgermeister Fabian Bader und der stellvertretenden Enzkreis-Landrätin Hilde Neidhardt, moderiert durch den Verbandsdirektor Sascha Klein, deutlich.
Bader wie Neidhardt hoben auf die Bedeutung von kulturellen Angeboten ab, wobei Bader darauf verwies, dass nicht zuletzt das Schloss Neuenbürg mit seiner schwäbischen Version des begehbaren Märchens „Das kalte Herz“ Akzente setze.
Menschen zusammenbringen, die sich nicht begegnen würden
Bader verwies darauf, dass man an einer Teil-Neukonzeption für das Schloss arbeite. „Wir gehen die nächsten Schritte und arbeiten mit Hochdruck an Zukunftsentwicklung“, denn es sei „Zeit für etwas Neues“.
Dass der Kultursommer zudem Menschen zusammenbringt, die sich sonst womöglich nicht begegnen würden, hält Neidhardt für sehr wertvoll. „Künstler und Veranstalter treffen sich und daraus entstehen neuen Dinge“, so Neidhardt. Sie hält den Kultursommer auch wichtig für die Öffentlichkeit und Wahrnehmung des großen und vielfältigen kulturellen Angebots.
Besondere Würdigung erfuhr Raphael Mürle
Nachdem die Eröffnungsveranstaltung durch die Musikschule Neuenbürg eröffnet worden war und Jona Bär zudem mit der E-Flöte ein eindrucksvolles Zwischenspiel geliefert hatte, stellte Jonas Gavriil zum Abschluss sein aktuelles Album „Viertel vor acht“ vor. Er setzte damit einen akzentuierten Schlusspunkt zum Kultursommerauftakt.
Eine besondere Würdigung erfuhr zudem Raphael Mürle vom gleichnamigen Figurentheater, der laut Sascha Klein seit mehr als 30 Jahren im Vorstand des Pforzheimer Kulturrats aktiv ist und sich seit Jahren auch in der Arbeitsgemeinschaft der Kulturregion engagiert.
