Land sagt Zuschuss zu: Wildberg investiert kräftig in die Trinkwasserversorgung

Damit auch in Zukunft die Wildberger Trinkwasserversorgung gesichert ist, investierte die Kommune jetzt kräftig in ihre Trinkwasserinfrastruktur.
Hendrik Schmidt/dpaDie Stadt Wildberg hat in den vergangenen Jahren ihre Trinkwasserversorgung grundlegend neu strukturiert. Grund dafür war ein Strukturgutachten, das Schwachstellen im Versorgungsnetz aufzeigte.
Die bisherige Einspeisung durch den Zweckverband Schwarzwaldwasserversorgung sowie die beiden Tiefbrunnen Effringen I und II gewährleisteten keine vollständig ausfallsichere Versorgung mehr.
Ziel der Neukonzeption ist eine redundante Trinkwasserversorgung, die auch beim Ausfall einzelner Quellen oder Leitungsabschnitte jederzeit die Versorgungssicherheit aller Stadtteile sicherstellt. Gleichzeitig wird durch die Maßnahmen eine einheitliche Wasserqualität auf der gesamten Gemarkung Wildberg hergestellt.
Umsetzung startete schon im Jahr 2024
„Wir sind zuversichtlich, dass diese Maßnahmen die Versorgungssicherheit der Stadt Wildberg mit Trinkwasser deutlich erhöhen werden. Unsere Bürgerinnen und Bürger brauchen auch künftig eine sichere und qualitativ hochwertige Wasserversorgung – deshalb unterstützen wir diese Investitionen weiterhin mit Landesmitteln", teilte Regierungspräsidentin Sylvia M. Felder jetzt mit.
Bereits im Jahr 2024 begann die Stadt Wildberg mit der Umsetzung ihres Gesamtkonzepts. In einem ersten Schritt wurden die Stadtteile Schönbronn und Effringen erschlossen; hierfür erhielt die Stadt eine Förderung in Höhe von 2,4 Millionen Euro. Im Rahmen dieses Abschnitts wird außerdem der Hochbehälter Effringen ausgebaut und erhält eine Direktanbindung an die Schwarzwald-Wasserversorgung.
Im nun abschließenden Bauabschnitt entsteht eine Verbindungsleitung vom Hochbehälter Effringen zum Hochbehälter Bulacher Weg. Diese Leitung stellt die Anbindung an den Zweckverband Buchenwasserversorgung her und schließt damit das redundante Versorgungsnetz der Stadt.
Gesamtförderung beläuft sich auf 3,6 Millionen Euro
Die Gesamtförderung des Landes für das Neukonzept der Wildberger Trinkwasserversorgung beläuft sich auf rund 3,6 Millionen Euro. Davon entfallen 2,4 Euro auf die bereits laufenden Maßnahmen; für den abschließenden Bauabschnitt hat das Regierungspräsidium Karlsruhe am 3. Juni 2026 einen weiteren Förderbescheid in Höhe von 1,2 Millionen Euro zugestellt.
Die Mittel stammen aus dem Landesförderprogramm für die Wasserversorgungsinfrastruktur.