Kreisverband Calw
: Tausende Stunden Lebenszeit gegeben – DRK ehrt seine Helfer

Der Kreisverband Calw hat jüngst im Konsul-Niethammer-Kulturzentrum in Zavelstein etliche Helfer für ihr jahrzehntelanges Engagement ausgezeichnet.
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red/pm
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Auf dem Gruppenbild zu sehen sind (von links) Thorsten Schmid und Daniela Wurster, die mit dem DRK-Abzeichen in Gold ausgezeichnet wurden, sowie Präsident Walter Beuerle.

Auf dem Gruppenbild zu sehen sind (von links) Thorsten Schmid und Daniela Wurster, die mit dem DRK-Abzeichen in Gold ausgezeichnet wurden, sowie Präsident Walter Beuerle.

Kristin Börner
  • Der DRK-Kreisverband Calw ehrte langjährige Haupt- und Ehrenamtliche in Zavelstein.
  • Die Feier mit Musik betonte Menschlichkeit und Hilfe – Bezug auf den 11. September.
  • Präsident Walter Beuerle dankte auch Familien, die Einsatzzeiten mittragen.
  • Ehrengast Frank Wiehe hob die weltweiten Grundsätze und den Wert des Ehrenamts hervor.
  • Auszeichnungen reichten von 25 bis 55 Jahren sowie DRK-Abzeichen in Silber und Gold.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Der DRK-Kreisverband Calw ehrte jüngst langjährige haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiter. Die Feier fand im Konsul-Niethammer-Kulturzentrum in Zavelstein statt, musikalisch begleitet von einem Trio mit Gesang, Klavier und Percussion, mit Stücken wie „Words of Wisdom“, „Über den Wolken“ und „Lean on Me“.

Vor dem offiziellen Teil trafen sich die Gäste beim Stehempfang: eine bunte Mischung aus Ehren- und Hauptamt, aus Rettungsdienst, Sozialarbeit, Jugendrotkreuz und Bereitschaften.

Die Idee ist älter als jede Rettungsdecke

Menschen, die sich sonst bei Ausbildungen, Einsätzen oder Veranstaltungen begegnen. Sie verbindet vor allem eines: Sie alle wollen helfen, jede und jeder auf ihre Weise, heißt es in einer Pressemitteilung des DRK-Kreisverbands.

Der Abend fand am 11. September statt. 25 Jahre zuvor stürzten in New York die Türme des World Trade Center ein. Der Präsident des DRK-Kreisverbands, Walter Beuerle, griff das in der Begrüßung auf, nicht als düsteren Einstieg, sondern als Erinnerung: Mitten in der größten Katastrophe waren es Menschen, die halfen. Genau das setzte auch den zentralen Punkt für die Feier an diesem Abend.

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Diese Idee ist älter als jede Rettungsdecke und jedes Einsatzfahrzeug. Sie reicht zurück zur Schlacht von Solferino und zu Henry Dunant, der dort sah, wie Verwundete ohne Hilfe blieben, und daraus die Idee des Roten Kreuzes entwickelte. Ausrüstung und Fahrzeuge kamen später. Am Anfang stand ein Mensch, der seine Zeit gab.

Dank gilt auch Familien und Partnern

Geehrt wurden Menschen, die viele Jahre, manche Jahrzehnte, ehrenamtlich beim DRK gearbeitet haben. Wer so lange dabei bleibt, ist nicht einfach nur ein Mitglied in einem Verein. Er gibt tausende Stunden seiner Lebenszeit.

Deshalb galt der Dank an diesem Abend nicht nur den Geehrten selbst, sondern auch ihren Familien, Partnerinnen und Partnern. Wer ehrenamtlich hilft, tut das selten allein. Jemand zu Hause trägt die Abwesenheiten mit, die Ausbildungen am Wochenende, die kurzfristigen Alarmierungen, die Zeit, die für andere investiert wird.

Diese Gedanken verdichtete Beuerle zu einem einzigen Satz: „Wir können nicht verhindern, dass Menschen in Not geraten. Aber wir können dafür sorgen, dass sie in ihrer Not nicht allein bleiben.“

Frank Wiehe, Erster Landesbeamter des Landkreises, war als Ehrengast eingeladen, ebenso wie Vertreter befreundeter Blaulichtorganisationen.

In seinem Grußwort sprach Wiehe offen über eine Zeit, in der ihm etwas Grundlegendes zu fehlen scheint. Gerade deshalb, so seine Botschaft, brauche es das Ehrenamt, und besonders das DRK. Die Grundsätze des Roten Kreuzes gelten weltweit gleich, sagte Wiehe, allen voran Menschlichkeit und Universalität.

Sein Appell ging über Katastrophenschutz und Rettungsdienst hinaus: Es gehe auch um die kleinen Momente, die Menschen in Not spürbar machen, dass jemand da ist. Er bat die Ehrenamtlichen, weiterzumachen, und machte deutlich, wie sehr ihre Arbeit den Zusammenhalt trage, den eine Gesellschaft brauche.

Verschiedene Aufgaben, verbindendes Element

Der Abend zeigte auch, wie unterschiedlich Engagement beim DRK aussehen kann. Manche sind bei der Rettungshundestaffel, andere in der Sozialarbeit, etwa in der Seniorenarbeit oder bei den Glücksmomenten. Wieder andere engagieren sich im Jugendrotkreuz, in der PSNV oder in den Bereitschaften, dort etwa in der Feldküche, im Betreuungsdienst oder bei Blutspendeterminen.

So verschieden diese Aufgaben sind, so verbindet sie doch dasselbe: Menschen, die freiwillig Verantwortung übernehmen, und die an diesem Abend genau dafür im Mittelpunkt standen. Auch die Verpflegung des Abends war Ehrenamt: Der DRK-Ortsverein Calw übernahm sie und zeigte damit, wie sehr auch ein Abend wie dieser auf freiwilligem Einsatz ruht.

Hunderte Jahre Engagement

Geehrt wurden an diesem Abend:

Für 25-jährige ehrenamtliche Tätigkeit: Stefanie Glaser, Benjamin Ruttloff, Thorsten Schmid, Daniela Wurster, Renate Hunkenschröder, Rosemarie Wolleydt

Für 40-jährige ehrenamtliche Tätigkeit: Angela Braun, Ilse Bohnet, Alexander Kunz, Rosemarie Wurster

Für 50-jährige ehrenamtliche Tätigkeit: Dieter Kunz, Thomas Rist

Für 55-jährige ehrenamtliche Tätigkeit: Willi Kußmaul, Jörg Pfrommer

DRK-Abzeichen in Silber: Andreas Braun, Jana Ruttloff, Ralph Pape, Lena Reusch

DRK-Abzeichen in Gold: Thorsten Schmid, Daniela Wurster

Für 25-jährige hauptamtliche Tätigkeit: Uwe Görmer, Frank Heitmar, Thorsten Maag, Hans-Martin Schächinger, Jürgen Zeeb, Aurelia Rohrbach

Für 30-jährige hauptamtliche Tätigkeit: Uli Müller

Für 35-jährige hauptamtliche Tätigkeit: Alexander Krauss, Georg Krusch, Stephan Ochner

Für 40-jährige hauptamtliche Tätigkeit: Albrecht Ritter

In die Rente verabschiedet wurde Werner Schlotter.