Konzert in Spielberg
: In der Johanneskirche trifft Pop auf Gospel

Zu seinem 25-jährigen Bestehen hat der Gospelchor Ebhausen ein Konzert in Spielberg gegeben.
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(red/pm)
Oberndorf
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Der Gospelchor Ebhausen konzertierte in der Johanneskirche in Spielberg.

Jörg Glorian

Da der Gospelchor Ebhausen seit jeher Popsongs in seinem Repertoire hatte, die im Text das Thema der Spirituals und Gospels aufgreifen, kam Chorleiter Peter Eisele auf die Idee, ein ganzes Konzert mit ebensolchen Songs zu bestreiten. Im Sommerkonzert des vergangenen Jahres war „Pop trifft auf Gospel“ erstmals zu hören. Im Jubiläumsjahr des Chores folgte man nun der Einladung der evangelischen Kirchengemeinde Spielberg-Egenhausen und führte das Konzert in der Johanneskirche in Spielberg noch einmal auf.

Auch die Inhalte der Songs standen im Fokus

Pfarrer Ulrich Holland begrüßte die Zuhörer und sprach ein Gebet. Die Moderation des Konzerts übernahmen Sängerinnen und Sänger aus dem Chor. Sie gaben Erläuterungen zum Kontext der Songs und lieferten genaue Textübersetzungen. Diese Pop- und Gospellyrik ist Chorleiter Peter Eisele sehr wichtig, zeigt sie doch die textliche Nähe der gesungenen Popsongs zu Gospels und Spirituals.

Lieder machen Mut und bestärken

Im für das Konzert namensgebenden Song „Show Me The Way“ der Band „Styx“ aus dem Jahr 1991 heißt es: „Und ich hoffe weiterhin auf ein Zeichen“. Auf dieses Zeichen hofften damals die Sklaven, die erstmals die Spirituals sangen. Immer noch aktuell scheint Martina McBrides Song „Anyway“ aus dem Jahr 2006 zu sein, mit dem das Konzert startete. Dort hieß es bereits vor 20 Jahren „Diese Welt ist verrückt geworden und es ist schwer zu glauben, dass es morgen besser sein wird. Glaube es trotzdem!“. Mut spricht auch Paul Colwells Lied „Within Our Reach“ zu, in dem es heißt, dass der Tag, an dem Schlachtfelder zu Spielfeldern werden, in unserer Reichweite liegt.

Chor überzeugt bei leisen und kraftvollen Stücken

Der Chorklang erfüllte den Kirchenraum. Der Chor überzeugte bei leisen Stellen ebenso wie bei kraftvollen, mitreißenden Stücken. Zwei Konzepte, seine Ziele zu erreichen, zeigen die Songs „One Moment in Time“ und die Vertonung des Psalms 121. In Whitney Houstons Song reicht es, an sich selber zu glauben. Der Psalm 121 zeigt die Lösung, wenn es allein nicht geht: „Meine Hilfe kommt vom Herrn, der Himmel und Erde gemacht hat“. Die Vertonung des Psalms 121 stammt aus der Feder der von Peter Eisele besonders geschätzten amerikanischen Komponistin, Arrangeurin und Dirigentin Heather Sorenson. Von ihr waren im Lauf des Abends noch die Songs „Our God“, „Oceans“ und „This I Pray“ zu hören.

Rosen, Präsente und Dank an alle Beteiligten

Vor diesem den offiziellen Konzertteil beschließenden Song betete Pfarrer Holland und dankte allen Beteiligten. So gab es Rosen für die vom Publikum hochgeschätzten Solistinnen Ellen Wehleit und Helene Rinderknecht, sowie die Sängerinnen und Sänger, die Gospellyrik vortrugen. Rainer Feuerbacher, der den Chor bereits seit seiner Gründung mit seinem einfühlsamen Klavierspiel begleitet und auch als Solist brillierte, wurde mit einem kleinen Präsent bedacht. Besonderer Dank gebührte aber Peter Eisele, der in seiner nun mehr als 50-jährigen Tätigkeit als Dirigent wieder für eine abwechslungsreiche Songauswahl gesorgt, alle Beteiligten punktgenau vorbereitet und das Konzert souverän geleitet hatte.

Applaus und Spende für das Hospiz Nagold

Für die Konzertbesucher hatte der Chor als Zugaben „Walk In The Light“ und „Ride The Chariot“ vorbereitet, bei denen noch einmal alle Register gezogen wurden. Das Publikum dankte mit viel Applaus und einer für das Hospiz Nagold erbetenen Spende.

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