Kinder in Altensteig
: Das bietet der neue Spielplatz an der Markgrafenschule

Bei der Markgrafenschule ist ein neuer Spielplatz entstanden. Der bietet eine ganze Menge Möglichkeiten für die Kinder, sich in die Höhen zu schwingen.
Von
Wiebke Jansen
Oberndorf
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Klettertalent ist beim neuen Spielplatz gefragt.

Jansen

Der neue Spielplatz neben der Markgrafenschule hat seine Tore geöffnet und wurde mittlerweile eingeweiht. 550 Arbeitsstunden wurden seit dem Start Mitte April vor allem vom städtischen Bauhof geleistet, der Bau schlägt mit 80.000 Euro zu Buche.

Drei Gerüste, gesichert mit starkem Betonfundament, stehen den Kindern nun zur Verfügung. Auf einem kann an Maschenleitern hochgeklettert werden, dort warten Nester zum Schaukeln, als Ausguck oder Ausgangspunkt fürs Klettern zum nächsten Nest. Gar nicht so einfach, auf den wackelnden Seilen einen festen Halt zu bekommen. Unter einigen Nestern sind Kletterseile ringförmig angebracht. An denen kann man hochsteigen – oder spielen, dass die Kameraden im Gefängnis sitzen und aus diesem befreit werden müssen.

Am größten Gerüst gibt’s gleich mehrere Aufgänge: Ob an der Kletterwand, der klassischen Leiter mit Eisensprossen – natürlich mit 100 Grad Steigung – zu einfach soll es ja auch nicht sein, über eine Strickleiter kann nach oben gestiegen werden. Ebenfalls vorhanden: Ein Balken mit Kerben zum hochlaufen oder Metallstangen, an denen die Kinder auf und von den Plattformen hoch- und herunterklettern können. Darunter ist ein weicher Boden aus Holzschnitzeln.

Zwischen diesen wartet ein Balanceakt: Ob auf einem dicken Seil – natürlich auf beiden Seiten gesichert – wackelnden Bretterwegen oder gar am Entlanghangeln an senkrechtstehenden Stützen – quasi eine gedrehte Brücke – von einer Plattform auf die andere zu kommen erfordert Geschicklichkeit, Balance und vielleicht auch ein bisschen Mut – und macht vor allem eine Menge Spaß.

Fantasie wird angeregt

Auch als Erwachsene kann man sich beim Anblick der Gerüste an die eigene kindliche Fantasie erinnern. Da wird aus dem weichen Untergrund unter der Brücke ein riesiger Abgrund. Oder ist gar ein Lavafluss? Ist ein Bösewicht hinter einem her, so dass möglichst schnell die andere Seite erreicht werden muss?

Am dritten Gerüst sind Balken zu einer etwas grotesken Form zusammengezimmert – dazwischen Netze, auf denen jemand, der kleiner ist als ich, gemütlich liegen und in den Himmel sehen kann. Ein wenig Chill-out nach der mehr oder weniger hektischen Kletterpartie. Aber auch hier: Balancieren, klettern oder hangeln dürfte möglich sein.

Der Spielplatz an der Markgrafenschule ist deutlich dem Klettern gewidmet. Andere Spielgeräte, die in der Regel auf Spielplätzen zu finden sind, gibt es hingegen nicht. Keine klassische Schaukel, kein Sandkasten, auch keine Rutsche. Bänke oder gar Tische, an denen Eltern sich niederlassen können, während ihre Kinder toben, gibt es ebenfalls nicht.

Der Spielplatz ist in erster Linie für die Schüler der Schule gedacht. Hat die Schule geschlossen, ist er auch für die Öffentlichkeit geöffnet und frei zugänglich. „Der Spielplatz wird sowohl von der Öffentlichkeit als auch von den Kindern der Markgrafenschule sehr gut angenommen“, heißt es von der Stadt kurz nach der offiziellen Eröffnung.

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