Interkulturelle Woche in Altensteig
: Motto „Dafür“ bei interkultureller Woche

Die „Interkulturelle und Faire Woche Altensteig“ feiert Zehnjähriges.Vom 20. September bis zum 23. Oktober sind nicht nur politische und gesellschaftliche Vorträge geboten.
Von
Manfred Köncke
Oberndorf
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Die Organisatoren der „interkulturellen und fairen Woche Altensteig“ trafen sich im Foyer des Rathauses zum Gedankenaustausch.

Manfred Köncke

Viel ist bei der interkulturellen Woche geboten, unter anderem wird auch zu einem Erzählcafé eingeladen und am 6. Oktober im Foyer des Rathauses eine Wanderausstellung aufgebaut, die zeigen soll, wie Kleinbauern in Burundi von fair gehandeltem Kaffee profitieren.

Beteiligt an der Vorbereitung und Durchführung der Veranstaltungen sind das seit 31 Jahren bestehende Fair-Handelsteam Altensteig, der vor 28 Jahren gegründete Internationale Arbeitskreis (INKA) und die Stadt Altensteig. Die Volkshochschule Oberes Nagoldtal steuert den Vortrag von Andreas Zumach über Fluch oder Segen der Migration und einen von Martin Kluck über ein Startup-Unternehmen zur Herstellung von Erwachsenen-, Kinder- und Babykleidung in Tansania und Kenia bei. Zum Pressegespräch und Gedankenaustausch trafen sich die Veranstalter im Rathausfoyer.

Eingebettet in die Feier der Städtepartnerschaft

Auch bei der zehnten Auflage der „Interkulturellen und Fairen Woche“ sei es gelungen, ein Programm zusammenzustellen, das auf großes Interesse stoßen dürfte, betonte Angelika Borrmann vom Fair-Handelsteam. Eingebettet ist die Reihe am 20. und 21. September in die Feierlichkeiten zum 60-jährigen Bestehen der Städtepartnerschaft von Altensteig mit Bourg St. Maurice, das Internationale Straßenfest und den Bauernmarkt mit Kürbisprämierung und kostenlosem Marktfrühstück. Zudem sind die Ladengeschäfte an diesem Sonntag geöffnet.

„Dafür“ statt immer nur dagegen

Für Bürgermeister Oliver Valha ist das diesjährige Motto „Dafür“ der „Interkulturellen und Fairen Woche“ zutreffend in Zeiten, in denen „viele lieber dagegen sind, als aktiv an der Weiterentwicklung oder Veränderungen mitzuwirken“. Dazu passt für ihn auch der Vortrag am Donnerstag, 25. September, mit dem die Reihe der Veranstaltungen eröffnet wird. Der 1954 geborene Publizist, Buchautor und Journalist Andreas Zumach beschäftigt sich seit Jahrzehnten mit den Themen Migration, Flucht und Asyl und stellt an diesem Abend im Alten Rathaus unter anderem die Frage, ob Deutschland alle Grenzen dicht machen und Flüchtlinge in großem Stil abschieben sollte.

Erzählcafé mit spannenden Themen

Beim Erzählcafé am 26. September im Bistro Rose hofft Moderatorin Jutta Herzog-Brake auf viele Teilnehmer, die bestätigen, „Wie Feste unser Leben bereichern“. Gespannt sind die Veranstalter, auf welches Interesse „Fair mit queer“ von Caleb Davis am Mittwoch, 1. Oktober, um 19 Uhr im evangelischen Gemeindehaus K 13 stößt. Der Referent ist Projektleiter und Berater von Spotlight Pforzheim, einer Fachstelle für sexuelle Gesundheit und Selbstbestimmung , die gegen alle Arten von Diskriminierung, Ausgrenzung und Stigmatisierung von Betroffenen kämpft.

Wohlstand und Umweltschäden

Unter der Überschrift „Der Westen shoppt, der Süden zahlt“ erklärt Frank Hermann in seinem bebilderten Bericht und aus 20-jähriger Erfahrung in Lateinamerika am Mittwoch, 15. Oktober, im Raum 300 des Altensteiger Rathauses den Zusammenhang von Wohlstand und Umweltschäden reicher Industrieländer und der Bevölkerung im globalen Süden, die immer stärker unter den Verhältnissen leiden.

Kaffeeanbau mal anders

Auf große Beachtung dürfte nicht nur für Angelika Borrmann, sondern auch für den Geschäftsführer der Volkshochschule Oberes Nagoldtal, Mario Gotterbarm, der Bericht von Professorin Heidi Elisabeth Megerle am 21. Oktober über Burundi stoßen. Die Referentin der Hochschule für Forstwirtschaft in Rottenburg erklärt im Raum 300 des Rathauses mit vielen Bildern das gelungene Projekt einer Systemumstellung beim Anbau von Kaffee auf klimaresistente Agrosysteme. Das Projekt ist auch Thema der zweiwöchigen Wanderausstellung im Rathausfoyer. Abgerundet wird die Reihe mit Weltmusik von Nima Farahmand Bafi am Samstag, 27. September, um 18 Uhr im Bürgersaal.

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