Hochwasserschutz Egenhausen
: Vorkehrungen nur mit Einverständnis der Besitzer möglich

Der nächste größere Fluss ist gehörig weit weg. Und doch hat die Gemeinde Egenhausen den Hochwasserschutz jetzt auf ihre Agenda genommen. Erste Prüfungen haben ergeben, dass Schutzmaßnahmen die Gemeinde gut eine halbe Million Euro kosten würden.
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(red/pm)
Oberndorf
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Die Meldungen über starke Regenfälle nehmen zu, und oft ziehen die Unwetter große Schäden nach sich.

Hermann Krollinger/pixabay

Die Berichte und Bilder von den jüngsten Hochwasserereignissen in Süddeutschland stehen vielen Menschen noch vor Augen. Der Nordschwarzwald blieb von solchen Katastrophen verschont – vorerst.

Dennoch kennt man auch in Egenhausen das Potenzial und die Gefahr von extremen Regenfällen. Aufgrund der Topografie des Ortes fließt das Oberflächenwasser aus Richtung Spielberg direkt auf Egenhausen zu, und selbst der Bömbach führte schon Hochwasser.

Die Gemeinde hat deshalb bereits schon vor drei Jahren begonnen,von einem Fachbüro die Gefahrenstellen analysieren zu lassen, um ein Konzept zur Ableitung des Oberflächenwassers von der Bebauung zu entwickeln. Diese Schutzmaßnahmen würden die Gemeinde nach ersten Ermittlungen rund 500 000 Euro kosten.

Land stellt Bedingungen für Förderung

Zur Finanzierung dieser hohen Summe kann ein Landeszuschuss beantragt werden. Dieser Zuschuss wird aber nur dann bewilligt, wenn vorher ein Starkregenrisikomanagement aufgestellt wird. Dies hat die Gemeinde in Zusammenarbeit mit 23 anderen Gemeinden in der Region im vergangenen Jahr in Auftrag gegeben. Das Ergebnis wird aber wohl frühestens in zwei Jahren vorliegen, so dass vorher kein Zuschuss beantragt und auch nicht mit dem Bau begonnen werden kann.

Ein weiteres Problem bei der Umsetzung von Hochwasserschutzmaßnahmen ist, dass dafür das Einverständnis der betroffenen Landwirte und Grundstückseigentümer vorliegen muss, was allerdings noch nicht in allen Fällen bewerkstelligt werden konnte.

In zwei Jahren könnte es losgehen

Auch wenn es für das Team im Rathaus momentan unbefriedigend ist, dass die Planungsphase so lange dauern muss, bleibt man bei der Gemeindeverwaltung zuversichtlich, dass man nach 2026 einige wichtige Maßnahmen zur Ableitung des Oberflächenwassers – mit Zuschuss und Einverständnis der Betroffenen – durchgeführt werden können.

Bis dahin bleibt nur die Hoffnung in Egenhausen, dass der Ort auch bis dahin verschont bleibt und die Maßnahmen dann die erwünschte Schutzwirkung erzielen.

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