Grundschule Egenhausen: Die Heizung soll nun doch erneuert werden

Eine Reihe von Zuhörern verfolgte die Beratung des Egenhauser Gemeinderats.
Daniel MerkleArchitekt Nico Dürr vom „buerohauser“ stellte in der jüngsten Sitzung Grundzüge des aktuellen Entwurfs vor. Im Altbau der 73 Jahre alten Grundschule sind sechs Klassenzimmer, zwei Lern- und zwei Fachräume geplant. Die Verwaltung bekommt ihren Sitz in der bisherigen Lehrerwohnung. Fenster werden ausgetauscht, sämtliche Räume sowie die Fassade neu gestrichen. Wand- und Bodenbeläge sollen weiterverwendet werden, ebenso das 25 Jahre alte Dach und die Dachfenster.
In den Klassenräumen wird die Raumakustik durch eine schallabsorbierende Decke verbessert. Vorgesehen sind überall neue Innentüren. Die Heizung soll in Zukunft auch den nebenan gelegenen Kindergarten mitversorgen. Angebracht werden neue Heizkörper mit Thermostaten.
Elektroplaner Moritz Pientok stellte eine sparsame Grundvariante vor. Im Altbau werden die vorhandenen Kabel weiter genutzt. In jedem der 65 Quadratmeter großen Klassenzimmer mit eigener Garderobe sind lediglich zwei Steckdosen und zwei Doppelsteckdosen vorgesehen.
Kosten im Blick
Enthalten sind in der Grundausstattung die Einzelraumsteuerung für die Heizung, der elektrische Antrieb für den Sonnenschutz und eine funkgesteuerte Brandmeldeanlage. Den länglichen Neubau will man aus Kostengründen in Massivbauweise und als Putzfassade ausführen.
Überlegt wird außerdem, aus optischen Gründen einzelne Holzelemente zu verwenden. Im neuen Gebäude sind die Ganztagesbetreuung, ein Mehrzweckraum, das durch eine Glaswand abgetrennte Lehrerzimmer, die Mensa – das Essen wird vom Alten- und Pflegeheim angeliefert – und eine 35 Quadratmeter große Küche mit der Möglichkeit, dort auch Unterrichtseinheiten anzubieten, untergebracht.
Geplant sind überwiegend Holz-Aluminium-Fenster sowie eine Bodenheizung.
Die bestehende Pausenhalle wird abgebrochen und der Eingangsbereich mit Vordach umgestaltet. Von dort gelangt man direkt ins Gebäude.
Der Schulhof erhält ein neues Gesicht, und die Parkplätze werden erneuert. Entgegen der ursprünglicher Absicht hat sich der Gemeinderat für den Austausch der Ölheizung, Dämmung der Bodenplatte und der Außenwände in mehreren Stärken entschieden.
David hat „anfänglich Bauchschmerzen“
Für Sebastian Bühler und Frieder Großmann „macht das Sinn“, ebenso eine Photovoltaikanlage. Nach „anfänglichen Bauchschmerzen“ beim Blick auf die hohen Gesamtkosten hat sich auch Florian David nach eigener Aussage dazu durchgerungen, dem aktuellen Entwurf zuzustimmen.
Nach dem endgültigen Baubeschluss im September will man mit den Vorarbeiten für das Baugesuch beginnen, damit die Arbeiten im Februar 2026 starten können und möglichst im April 2027 abgeschlossen sind.
Gerechnet wird mit Aufwendungen von insgesamt 5,4 Millionen Euro. Für den Ausbau der Ganztagesbetreuung erhält die Gemeinde eine staatliche Förderung von gut 1,8 Millionen und weitere Zuschüsse, so dass 3,1 Millionen Euro aus Eigenmitteln aufzubringen sind. Ingo Wassilowski findet, man sollte bei der Kreditaufnahme darauf schauen, ob eine zehn- oder 20-jährige Laufzeit bessere Konditionen bietet.
Mehrere mögliche Ausweichquartiere
Engül Köhler wollte vom Bürgermeister wissen, wo die Grundschüler in der Bauphase unterrichtet werden. Infrage kommen laut Sven Holder das evangelische Gemeindehaus – die Kirchengemeinde wäre bereit, vier Räume und die Diakonenwohnung zur Verfügung zu stellen – und die Silberdistelhalle. Dritte Möglichkeit wäre – wie an der Altensteiger Werkrealschule – die Anschaffung von Holzmodulen. Dann könnte der Hallenbetrieb für Vereine und andere Gruppen während der Bauzeit ohne Einschränkungen weiterlaufen.
Dem Gemeinderat werde man, so Holder, im Herbst einen Vorschlag zur Entscheidung unterbreiten.