Geschöpfe der Nacht: Wald, Wasser, Wissen: der Fledermauspfad in Neubulach

Das ist der Startpunkt des Fledermauspfads.
WeigelDie Überquerung eines Baches, viele Informationen über Fledermäuse und Hinweise auf den Bergbau – das und noch mehr bietet der Fledermauspfad in Neubulach.
Der in der Nähe des Besucherbergwerks gelegene Wanderweg ist in der Region einmalig – ein spannendes Ausflugsziel also. Er befindet sich auf dem Weg zwischen dem Eingang des Hella-Glück-Stollens und dem des Wasserstollens.
Erlebnis für Kinder
Die Geschöpfe der Nacht sind zwar tagsüber nicht zu sehen, aber dafür gibt es andere spannende Dinge zu entdecken. Vor allem für Kinder dürfte der Pfad ein Erlebnis sein.
Bei zügigem Gehen lässt sich der Rundweg innerhalb von 25 Minuten bewältigen. Durch das genauere Lesen der Infotafeln, die überall entlang des Wegs zu finden sind, kann die Wanderung länger dauern. Hier lässt sich zum Beispiel etwas über die 22 in Deutschland lebenden Fledermausarten und ihre Ernährung lernen.
Die Speisepläne
Je nach Art unterscheidet sich der Speiseplan der Flugtiere. Zudem suchen sie je nach Jahreszeit verschiedene Orte auf, die oft mehrere Tausend Kilometer auseinanderliegen. Während des Winterschlafes senken die Tiere ihre Körpertemperatur auf ein paar Grad über null ab, heißt es auf einer anderen Tafel. Bei genauem Hinsehen sind auch die Unterschlüpfe der Fledermäuse in den Felswänden zu erkennen, in denen die Tiere tagsüber schlafen.
Nachbau eines Pochwerks
Ebenfalls lassen sich unterwegs Merkmale bestaunen, die auf den Bergbau hindeuten. Auf den Felswänden finden sich zum Beispiel Eingravierungen. Am Ende wartet sogar der Nachbau eines mittelalterlichen Pochwerks – eine Maschine zum Zerkleinern von Erzen. Wenn dadurch das Interesse am Thema geweckt wird, dann lässt sich die Wanderung durch eine Besichtigung der Bergwerke abrunden – oder der Besuch wird für einen weiteren Ausflug aufgespart.
Während der Pfad anfangs recht breit ist und sich durch ein Geländer am Wegrand auch die Möglichkeit bietet, sich festzuhalten, stellt sich der Rest als recht tückisch heraus. Festes Schuhwerk ist unbedingt zu empfehlen, da der Rundweg sowohl über den Ziegelbach als auch über steinigen und verwurzelten Boden führt. Kleinere Felsen, die vor allem im und am Wasser rutschig sein können, sind keine Seltenheit und lassen sich teilweise schwer umgehen. Insbesondere mit kleineren Kindern ist hier und auch an den steilen Hängen und schmalen Stellen Vorsicht geboten. Einige Abschnitte sind nicht einmal einen halben Meter breit.
Der Schatten des Waldes lädt auch bei hohen Temperaturen dazu ein, bei einem Picknick zu verweilen und den Geräuschen der Natur zu lauschen. Für Kinder bietet sich hier die Möglichkeit, im und am Bach zu spielen – Gummistiefel also nicht vergessen.