Finissage Altensteig
: Liebenswerte Glücksviecher verlassen Schloss

Eine erfolgreiche Sonderausstellung hat im Museum in Altensteig ihren feierlichen Abschluss gefunden.
Von
Angela Baum
Oberndorf
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„Liebenswerte Glücksviecher“ haben die Besucher im Museum im Alten Schloss in Altensteig erfreut.

Jansen

Auch am letzten Öffnungstag der Sonderausstellung „Liebenswerte Glücksviecher“ im Museum im Alten Schloss in Altensteig entpuppten sich diese als Garant für viele Besucher der Sonderschau – zudem gingen die bunten Figuren weg wie die sprichwörtlichen warmen Semmeln.

So manches der Exponate verbrachte also den Abend an einem anderen Ort und bei einem neuen, im besten Fall glücklichen Besitzer. Denn, so Künstlerin Sabine Dauenhauer, „die Glücksviecher sind regelrechte Glücklichmacher“. Gemeinsam mit ihrem Ehemann Andreas Dauenhauer fertigt sie im Atelier in Bad Rappenau die bunten Fabelwesen – jedes von ihnen ist ein echtes Unikat.

Astrid Kreuz, Kerstin Grimberg, Xanth Seltenreich (Museumsleitung) und Marianne Pfitzer organisierten die Finissage der Glücksviecher-Sonderschau im Museum im Alten Schloss in Altensteig.

Foto: Angela Baum

Die Figuren werden aus Pappmaché modelliert und dann mit bunten Mustern, Farben und Formen bemalt. Die skurrilen, lustigen Schöpfungen sind mal Chamäleons, mal Elefanten oder auch Vögel, mal größer oder mal kleiner. Aber: immer knallig bemalt, phantasievoll und wunderschön.

Nachtwächter stößt auf Figuren

Bei der Finissage gab es zunächst einen Sektempfang zum gemütlichen Ankommen. Anschließend sprach Museumsleiterin Xanth Seltenreich und erläuterte, wie es zu der Sonderausstellung mit den Glücksviechern des Künstlerpaars Dauenhauer gekommen war. Vorstandsmitglied Martin Spreng war bei einer Exkursion als historischer Nachtwächter in Bad Wimpfen auf die Glücksviecher gestoßen. So entstand der Gedanke, dass deren farbenprächtiges Design einen erfrischenden und lebendigen Kontrast zu den altehrwürdigen Mauern des Schlossmuseums Altensteig bilden könnte. Zudem würde bei einer Schau deren modernes Kunsthandwerk die Dauerausstellung positiv ergänzen.

Kontakt entstand bereits 2022

Bereits im Jahr 2022 hatte die Museumsleiterin daher Kontakt zum Künstlerpaar Dauenhauer aufgenommen . Da das Jahresprogramm für 2023 bereits stand, wurde die Schau für 2024 geplant – doch da kam dann die Sanierung dazwischen. So wurde die Ausstellung dann ins Jahr 2025 verschoben – und die beiden Künstler hatten so die Gelegenheit, ihre Produktion noch einmal richtig anzukurbeln. Und die Glücksviecher konnten in diesem Jahr den 40. Geburtstag des Museums mitfeiern, wie Xanth Seltenreich betonte.

Ausstellung lockt 1600 Besucher an

Von März bis September verbreiteten die Kunstobjekte positive Stimmung zum festlichen Anlass. Viele Besucher verliebten sich auf den ersten Blick in die „Gute-Laune-Macher“ – und „adoptierten“ sie daher vom Fleck weg. Das Atelier Dauenhauer musste daher im Juli noch einmal Nachschub liefern – von den 130 ausgestellten Glücksviechern hatten 40 einen neuen Besitzer gefunden. Laut Xanth Seltenreich hat die Ausstellung knapp 1600 Interessierte angelockt – manchmal zwischen 60 und 80 Besucher täglich.

Dauert eineinhalb Jahre, bis ein Objekt fertig ist

Künstlerin Sabine Dauenhauer erklärte, dass sie gemeinsam mit ihrem Mann Andreas die Menschen mit den Glücksviechern „aus dem Alltagsstress herausholen“ wolle. Zudem wollen beide mit ihren Objekten den Menschen ein Schmunzeln oder ein Lachen ins Gesicht zaubern. Seit 2012 fertigen die beiden Künstler die Crazy Animals, also verrückten Tiere: Schildkröten, Krokodile oder Chamäleons. Es dauere teilweise eineinhalb Jahre, bis ein Objekt fertig sei, so Sabine Dauenhauer. Sie fertigt auch Acrylgemälde. Über sich selbst sagte sie, dass sie nur künstlerisch tätig sein könne, wenn sie gute Laune habe. Holz und Äste finden ihr Mann und sie im Urlaub in Dänemark, und auch daraus entstehen Kunstobjekte.

Zur musikalischen Untermalung der Finissage trug Johannes Spyrka am E-Piano bei. Im Anschluss an die Reden gab es noch Gelegenheit zum Rundgang durch die Schau und zum Gespräch mit den Künstlern und der Museumsleitung.

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