Feuerwehreinsatz in Calw-Hirsau: Bremsen von Flüssiggas-Tankwagen geraten in Brand

Die Kreuzung an der B463 in Hirsau ist knapp eine Stunde lang voll gesperrt.
Verena ParageAn der Kreuzung auf der B 463 in Hirsau ging am Donnerstagmorgen nichts mehr: Sie war knapp eine Stunde lang voll gesperrt. Der Grund: Auf der Rechtsabbiegespur nach St. Aurelius, von Bad Liebenzell her kommend, stand ein Flüssiggas-Tankwagen, umgeben von Feuerwehrautos und Polizei.
Der Lastwagen war nach Angaben von Feuerwehr-Einsatzleiter Rainer Stotz von Althengstett-Ottenbronn herunter ins Nagoldtal gefahren. Eine steile und kurvige Strecke. Dabei liefen die Bremsen des Lastwagens liefen heiß.

Löscharbeiten am Tankwagen
Foto: Feuerwehr CalwSie „haben sich erhitzt, und es gab offenes Feuer“, berichtet Stotz. Der Fahrer habe, unten in Hirsau angekommen, sofort angehalten und begonnen, mit dem Feuerlöscher die Flammen zu löschen. „Das hat er gut gemacht“, lobt Stotz. Allerdings habe es nicht aufgehört zu rauchen, weshalb der Mann die Feuerwehr rief.
Alarm geht kurz vor 9 Uhr ein
Dort ging der Alarm um 8.55 Uhr ein. Das Alarmstichwort lautete: Flüssiggaslastwagen mit Reifenbrand. Die Feuerwehrabteilungen Calw und Hirsau rückten mit etwa 20 Kräften und fünf Fahrzeugen an. Sie kühlten den betroffenen rechten Vorderreifen mit Löschwasser. Gebrannt hatte laut Stotz indes nicht der Reifen, sondern die Bremse.
Die Feuerwehrleute maßen mit der Wärmebildkamera zeitweise fast 200 Grad Celsius. Angesichts der Ladung – Flüssiggas – eine gefährliche Situation.
Gegen 9.40 Uhr rückte die Feuerwehr ab, und die Kreuzung war wieder in beide Richtungen befahrbar. Der Tankwagen blieb vorerst auf der Abbiegespur stehen. Nach Angaben der Polizei muss das Flüssiggas zunächst abgesaugt werden, bevor er abschleppt werden kann. Wie ein Sprecher des Polizeipräsidiums Pforzheim gegen 11.45 Uhr mitteilte, ist ein Ersatztankwagen aus Ludwigshafen unterwegs. Womöglich sei eine weitere kurzfristige Sperrung nötig, während das Flüssiggas abgesaugt werde.