Ferien in Wildberg
: Kreativität trotzt dem schlechten Wetter

Es ist schon ein Klassiker im Ferienprogramm der Stadt Wildberg. Der CVJM Sulz lockte 90 Kinder zur „Kreativwerkstatt“.
Von
Timo Roller
Oberndorf
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Bei der Kreativwerkstatt auf dem Freizeitgelände Braunjörgen zeigten erfahrene Handwerker den Kids unter anderem, wie man Löcher in Holzbretter bohrt.

Timo Roller

Kinder sind kreativ. Jedes Jahr am Anfang der Sommerferien wird dies auf dem Freizeitgelände Braunjörgen besonders eindrücklich unter Beweis gestellt: wenn der CVJM Sulz am Eck im Rahmen des Ferienprogramms der Stadt Wildberg zur »Kreativwerkstatt« einlädt.

Die Begrüßung der über 90 Kinder konnte noch bei strahlendem Sonnenschein stattfinden – aber dann ging es ab ins große Zelt. Dieses steht zwischen dem Brauni-Wochenende des CVJMs und dem jährlich stattfindenden großen Zeltlager »ProCamp« auf dem Platz und bietet Schutz vor Sonne und Regen.

Von den Wetterbedingungen ziemlich unabhängig

Über all die Jahre haben die zahlreichen Mitarbeiter der Kreativwerkstatt mit unterschiedlichsten Rahmen- und Wetterbedingungen Erfahrung gesammelt. »Im großen Zelt ist es am einfachsten, da sind wir von den Wetterbedingungen ziemlich unabhängig«, stellte Finn Roller fest, Mitarbeiter im Morse-Apparat-Workshop.

Neben diesem elektronischen Kommunikationsmittel, dessen Funktionsweise in der für die Kinder »gefühlten Steinzeit« erstmal ausführlich erklärt werden musste, wurden Mini-Bienenhotels aus Konservendosen gebastelt, Paracord-Armbänder und Schlüsselanhänger sowie Tür-Garderoben für Kinder und ein Geschicklichkeitsspiele aus Holz.

Stattlicher »Maschinenpark« aus Ständerbohrmaschinen und Sägen

Für die Holzarbeiten wird jedes Jahr ein stattlicher »Maschinenpark« aus Ständerbohrmaschinen und Sägen aufgefahren. Erfahrene Handwerker, teils im Rentenalter, zeigten den Kids, wie man Löcher in Holzbretter bohrt und die Einzelteile fachgerecht zusammenschraubt. Für etliche Kinder war dies eine ganz neue Erfahrung, aber sie hatten sichtlich Spaß und waren mit Eifer dabei.

Beim geistigen Impuls hörten die Kinder interessiert zu.

Foto: Timo Roller

Einen genaueren Blick waren die im gegenüberliegenden Zelteck gebauten »Gärten im Glas« wert. Verschiedene Pflanzenableger, Erde und zur Dekoration kleine Plastiktiere bilden von nun an in einem zugeschraubten Glasbehälter ein ganz eigenes Ökosystem.

»Gärten im Glas«

Foto: Timo Roller

Nachdem alle Bastelarbeiten fertiggestellt waren, gab es noch für jeden ein Eis sowie einen kurzen Impuls von Debora Wagner, die mit ihrer Familie in Sambia lebt. Die Missionare setzen ihr Vertrauen in Gott und auch ihre Kinder machen in ihrem Leben die Erfahrung: »Gott macht mich löwenstark!«. Die Kreativwerkstatt-Kinder hörten aufmerksam zu. Nur hin und wieder war das Piepsen eines Morse-Apparates zu vernehmen

Hanna Balmberger, die zusammen mit Mirjam Wagner und Rolf Röhm die Gesamtverantwortung für die Kreativwerstatt übernommen hatte, äußerte sich am Ende der Veranstaltung sehr zufrieden: »Es hat alles geklappt, die Kinder freuen sich über das Selbstgebastelte, und auch die Stimmung untereinander war super!«

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