Enri-Theater in Berneck
: Kinder erproben ihr Schauspieltalent

Im Bernecker Bruderhaus standen unter der Leitung von Andrea Weber wieder Nachwuchsschauspieler für „Aladin und die Wunderlampe“ auf der Bühne.
Von
Manfred Köncke
Oberndorf
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Andrea Weber brachte im Bernecker Bruderhaus das Märchen „Aladin und die Wunderlampe“ auf die Bühne.

Manfred Köncke

Rumpelstilzchen, Schneewittchen, Dornröschen, Aschenputtel: Andrea Weber hat in ihrem kleinen, aber feinen, mitten im Wald zwischen Berneck und Hornberg gelegenen Enri-Theater schon viele verschiedene Rollen gespielt. Sie ist in lange Kleider, Röcke und Hosen geschlüpft, hat prächtige Roben über die Schulter geworfen, hat getanzt, mal Grimassen geschnitten, mal milde gelächelt und jedes Mal in strahlende Kinderaugen geblickt.

Nach längerer Pause hat die Profischauspielerin und Intendantin in einer Person wieder das orientalische Märchen „Aladin und die Wunderlampe“ in den Spielplan aufgenommen, ist damit am Wochenende aufgetreten, hat zuschauende Kinder in einigen Szenen auf die Bühne geholt, eingekleidet und ihnen gesagt, welche Figur sie darstellen.

Die Geschichte des armen Straßenjungen Aladin, der sich meistens auf dem Basar aufhält, Hunger, aber kein Geld hat, ist bekannt. Auf Geheiß eines Zauberers soll er in einer magischen Höhle nach einer Öllampe Ausschau halten. Aladin findet sie und erfährt von einem Geist, dass man drei Wünsche frei hat, wenn man an der Wunderlampe reibt. Gesagt, getan. Aladin ist plötzlich reich und bekommt die schöne Tochter des Sultans zur Frau.

Heftiger Applaus

Am Ende der einstündigen Vorstellung holte Andrea Weber alle kleinen Mitspieler auf die Bühne, Gerda Schulz – sie ist für die Technik, die Kasse und den Gastrobetrieb zuständig – drückte zum letzten Mal auf die Taste des CD-Players, alle drehten sich im Kreis und wurden bei der Verbeugung heftig beklatscht.

Wer wollte, konnte anschließend noch eine Weile im Theater verweilen und frischgebackenen Erdbeerkuchen genießen.

Bald auch wieder Stück für Erwachsene

Im Bernecker Bruderhaus – einer früheren Gaststätte – wird seit 15 Jahren Theater gespielt, überwiegend Märchenstücke für Kinder. Meistens steht Andrea Weber allein auf der Bühne, manchmal zusammen mit Esther Heller.

Mit ihr hat sie auch einige Stücke für Erwachsene einstudiert – wie „Fliegende Fische“. Früher hatte die Schauspielerin auch Engagements in Backnang und Weimar, konzentriert sich in letzter Zeit ausschließlich auf eigene Projekte, gibt Theaterkurse, beteiligt sich am Kinderferienprogramm in Altensteig und neuerdings auch in Grömbach.

Gebucht wird sie auch von Kindergärten und Schulen und für Kindergeburtstage. „Es macht mir immer noch großen Spaß“, versichert die Schauspielerin auf Nachfrage.

Spielplan steht

Was Weber noch gerne machen möchte? Ein Kinder- oder Erwachsenenstück mit mehreren interessierten Akteuren einstudieren, lautet die Antwort. Die nächsten Vorstellungen im Enri-Theater sind auch schon durchgeplant: Am Samstag, 31. Mai, ab 20 Uhr „Die Clownin erwacht“, am Sonntag, 15. Juni, ab 15 Uhr „Die Prinzessin auf der Erbse“ und am Samstag, 28. Juni, ab 20 Uhr „Seele oder Silikon“.

Außerdem sind Theaterworkshops für Kinder in den Pfingstferien geplant. Weitere sollen dann im Sommer folgen.

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