Empfang beim Bundespräsidenten
: Große Ehre für Ostelsheim und Althengstett

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier lud zur Veranstaltung „Zuhause in Deutschland“ nach Berlin ein. Als geladene Gäste waren der Bürgermeister von Ostelsheim, Ryyan Alshebl, und der frühere Rathauschef von Althengstett, Clemens Götz, mit dabei.
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red/pm
Ostelsheim/Althengstett
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Clemens Götz und Ryyan Alshebl (von links) freuen sich über das Zusammentreffen mit Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und dessen Ehefrau Elke Büdenbender.

Clemens Götz und Ryyan Alshebl (von links) freuen sich über das Zusammentreffen mit Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und dessen Ehefrau Elke Büdenbender.

Götz
  • Empfang „Zuhause in Deutschland“: Steinmeier lädt nach Berlin ein.
  • Gäste aus dem Kreis Calw: Ryyan Alshebl und Ex-Bürgermeister Clemens Götz.
  • Alshebl floh 2015, absolvierte ab 2017 Verwaltungsausbildung und schloss 2020 top ab.
  • Arbeit im Familienzentrum Althengstett, 2023 Wahl zum Bürgermeister in Ostelsheim.
  • Götz baute Integration in Althengstett aus – inklusive Integrationsbeauftragter und Wohnprojekt.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Alshebl flüchtete 2015 unter Lebensgefahr nach Deutschland und absolvierte bereits ab dem Jahr 2017 im Althengstetter Rathaus eine Verwaltungsausbildung. Mit seinem Abschluss 2020 gehörte er zu den besten fünf Prozent im Land Baden-Württemberg, heißt es in einer Pressemitteilung. Er arbeitete anschließend im Amt für Bildung, Betreuung und Bürgerengagement („Familienzentrum“) der Gemeinde Althengstett und hat von hier aus 2023 erfolgreich in Ostelsheim für das Bürgermeisteramt kandidiert.

Für mehr Mut und Zuversicht

2026 veröffentlichte er ein Buch mit dem Titel „Flucht nach vorne“, in dem er seinen Werdegang mit grundsätzlichen politischen Überlegungen verknüpft und zu mehr Mut und Zuversicht aufruft. Er benennt als wichtige Faktoren für seinen Erfolg die Unterstützung vor allem in Althengstett, die Offenheit in Ostelsheim und die Förderung durch Bürgermeister Götz. Letzterer hatte 2016 für Althengstett als erste und einzige Gemeinde im Kreis Calw eine Integrationsbeauftragte mit Unterstützung des Landes eingestellt und rasch eine ausgesprochen erfolgreiche Integrationsarbeit mit vielen Ehrenamtlichen in Althengstett aufgebaut, ist in der Mitteilung weiter zu lesen.

Mit einem hohen Zuschuss aus Bundesmitteln konnte ein Gebäude errichtet werden, das geflüchteten und einheimischen Familien günstigen Wohnraum bietet. Die vom Land finanzierten Integrationsmanagerinnen, die in Altengstett tätig sind, leisten zusammen mit dem Arbeitskreis Integration und kulturelle Vielfalt.   Bis heute in Althengstett eine Integrationsarbeit, die vielfach bewundert und nachgeahmt wurde und insbesondere bei der Vermittlung in Arbeit große Erfolge erzielt.

Bundespräsident Steinmeier würdigte in einem einführenden Statement den Beitrag von Migranten zur Gesellschaft, betonte aber auch die Bedeutung von gemeinsamen Regeln für ein gelingendes Zusammenleben. Alshebl nahm als einer von vier Diskussionsteilnehmern auf dem Podium Stellung zur Thematik. Das Publikum versammelte zahlreiche Personen aus dem öffentlichen Leben, die in den vergangenen Jahren wichtige Beiträge zu Migration und Integration geleistet haben.

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Persönliche Widmung

Im anschließenden Empfang erkundigte sich der Bundespräsident bei Alshebl und Götz nach den Reaktionen auf das von Alshebl veröffentlichte Buch. Auch mit anderen Gästen entwickelten sich hochinteressante Gespräche. „Diese Einladung war für mich persönlich eine große Freude. Die Ehre der Einladung gilt aber vor allem unseren beiden Gemeinden Althengstett und Ostelsheim“, betonte Götz. Alshebl ergänzte: „Es war eine große Ehre für mich, hier als Diskussionsteilnehmer eingeladen zu sein und mit dem Bundespräsidenten sprechen zu dürfen. Und jetzt habe ich sogar eine Widmung des Staatsoberhauptes in meinem Buch!“