Egenhauser Finanzen
: Verzögerte Projekte schonen die Kasse

Der Jahresabschluss 2024 der Gemeinde Egenhausen ist positiver ausgefallen als erwartet.
Von
Manfred Köncke
Oberndorf
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Die geplante Sanierung und Erweiterung der Grundschule ist einer der größten Investitionsbrocken in Egenhausen.

Manfred Köncke

Kämmerer Daniel Merkle hatte beim Ergebnishaushalt nur mit einem Überschuss von rund 2000 Euro kalkuliert, am Ende waren es dann aber doch knapp 29 000 Euro. Er nannte die Bilanz in der jüngsten Gemeinderatssitzung erfreulich, machte aber deutlich, dass das Resultat auch darauf zurückzuführen sei, dass die Planungen für größere Investitionen (Baubeginn der Grundschule, neuer Wasserhochbehälter Chaussee, Vermarktung des brachliegenden Wolf-Areals) länger dauern.

Dadurch erhöhten sich die zur Verfügung stehenden Mittel um 156 000 Euro und der Stand der liquiden Mittel betrug zum Ende des vergangenen Jahres 5,1 Millionen Euro. Die Ergebnisrechnung 2024 schließt mit Erträgen von fast 6,5 Millionen und Aufwendungen von gut 6,4 Millionen Euro ab – ein Überschuss von rund 29 000 Euro.

Aus Merkles Bericht geht hervor, dass 56 Prozent der Personalaufwendungen auf die Kindertagesstätten entfallen, 30 Prozent auf die Verwaltung, acht Prozent auf den Bauhof und vier Prozent auf die Grundschule. Ein wesentlicher Faktor seien Tariferhöhungen gewesen, man liege aber insgesamt immer noch 1,6 Prozent unter dem errechneten Planansatz.

Kämmerer rechnet mit günstigeren Stromkosten

Der Zuschuss der Gemeinde bei den Gebühren beläuft sich bei den Kindergärten auf 777 694 Euro, beim Frischwasser auf 15 453 Euro, beträgt beim Abwasser 21 200 Euro, bei der Erddeponie 4170 Euro, beim Bestattungswesen 32 588 Euro und bei der Silberdistelhalle 174 478 Euro.

Gebührenanpassungen haben sich, laut Merkle, auf die Bilanz ausgewirkt, ebenso die stabile Einwohnerzahl von Egenhausen bei der Gewährung staatlicher Mittel. Bei der Gewerbesteuer sei der prognostizierte Planansatz nahezu erreicht worden.

Gemeinderat Florian David sind „immense Stromkosten“ aufgefallen, verbunden mit der Frage, ob man das in Zukunft nicht ändern könne. Der Kämmerer bestätigte Davids Beobachtung, die Kosten hätten bei der Bündelausschreibung in den Jahren 2023 und 2024 noch bei rund 50 Cent pro Kilowattstunde gelegen, der Preis falle 2025/2026 günstiger aus, 2027 rechne er mit noch deutlicheren Verbesserungen.

Beim Stromverbrauch hat David festgestellt, dass 35 Prozent der entstandenen Kosten der Flüchtlingsunterkunft zuzuordnen und heftig seien. Für Merkle hängt das damit zusammen, dass das Gebäude nicht mit Heizöl, sondern mit Strom beheizt wird.

Der Gemeinderat genehmigte den Abschluss 2024.

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