Egenhauser Finanzen: Der Kämmerer rechnet mit mehr Gewerbesteuer

Zum Jahresende rechnet Egenhausens Kämmerer Daniel Merkle derzeit mit liquiden Mitteln in Höhe von fast fünfeinhalb Millionen Euro.
M. Schuppich - stock.adobe.comStatt mit Einnahmen von 750.000 Euro rechnet Kämmerer Daniel Merkle –Stand 1. Juli – mit einer glatten Million. Die anderen prognostizierten Steuersätze bleiben bis jetzt in etwa gleich.
Der Anteil der Gemeinde an der bundesweiten Einkommensteuer beträgt angenommene gut 1,3 Millionen, bei der Grundsteuer wird mit 236.000 Euro kalkuliert, die Schlüsselzuweisungen des Landes betragen voraussichtlich fast eineinhalb Millionen Euro, bei der Kindergarten- und Kleinkindbetreuung werden Förderbeträge von 410.300 Euro erwartet.
Dann steigen die ordentlichen Erlöse im Jahr 2025 um 336.600 Euro auf etwas mehr als 6, 4 Millionen Euro. Bei den Aufwendungen schlagen die Personalkosten mit knapp 2,1 Millionen zu Buche – eine Veränderung gegenüber dem Ansatz um minus 27.800 Euro. Dass es bisher nicht mehr geworden sind, hängt damit zusammen, dass der Kämmerer bei der Aufstellung des Haushalts mit einem Tarifabschluss der Beschäftigten im öffentlichen Dienst in Höhe von 3,5 Prozent gerechnet hatte, letztlich aber nur drei Prozent ausgehandelt wurden.
1,2 Millionen gehen an den Kreis
Durch die Feldwegsanierung auf dem Kapf erhöhen sich die Sachaufwendungen. Bei der Kreisumlage ist es bei den anvisierten 38 Prozent geblieben. An den Landkreis Calw müssen demnach rund 1,2 Millionen Euro abgeführt werden.
Nach derzeitigem Stand ergibt sich für Merkle ein deutlich verbessertes Ergebnis. Weil für die Sanierung und Erweiterung der Grundschule und den Neubau des Wasserhochbehälters Chaussee nur ein Teil der bereitgestellten Gelder im laufenden Jahr abfließen, steigen die liquiden Mittel der Gemeinde Ende des Jahres auf fast fünfeinhalb Millionen Euro.
„Nur eine Momentaufnahme“
„Das ist nur eine Momentaufnahme“, warnte Merkle bei der Vorlage des Finanzzwischenberichts in der jüngsten Gemeinderatssitzung aufgrund konjunktureller Unsicherheiten vor zu großer Euphorie. Das Ergebnis bei der Gewerbesteuer kommentierte Florian David mit der Aussage: „Egenhausen ist nicht nur eine kinder- und familienfreundliche Kommune, sondern ein sehr guter Standort für das Gewerbe.“
Diesen Eindruck nehme er nach jedem Unternehmerstammtisch mit, ergänzte Holder. Gemeinderat und Geschäftsführer Julian Heusel denkt nach eigener Aussage laut über die Verlagerung der Firma für Softwareentwicklung von Bad Wildbad nach Egenhausen nach.