Autobahn 8 bei Pforzheim: In diesem Jahr soll es keine Vollsperrungen mehr geben

Blick auf den Bau der zweiten Röhre der Lärmschutzeinhausung
Autobahn GmbH Niederlassung Südwest- A8-Ausbau bei Pforzheim macht Fortschritte – Gesamtprojekt soll Ende 2027 fertig sein.
- Bis Ende 2026 sind keine Vollsperrungen geplant, teilte die Autobahn GmbH mit.
- K4500 bleibt bis Oktober 2027 gesperrt, da Stahlkonstruktionen knapp sind.
- Brücke K9807 wurde vorgezogen, erste Stahlteile sollen noch im Oktober kommen.
- Zweite Röhre der Lärmschutzeinhausung: 170 Bohrpfähle fertig, viele Abschnitte im Bau.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Der Ausbau der A8 bei Pforzheim schreitet voran: Die Arbeiten an der neuen Fahrbahn Richtung Karlsruhe, der zweiten Röhre der Lärmschutzeinhausung und mehreren Brückenbauwerken machen deutliche Fortschritte. Das Gesamtprojekt soll Ende 2027 abgeschlossen sein. Bis Ende 2026 sind keine Vollsperrungen für größere Bauarbeiten geplant, heißt es in einer Mitteilung der Autobahn GmbH, die über den Stand der komplexen Arbeiten informiert.
Christine Baur-Fewson, Direktorin der Autobahn GmbH Niederlassung Südwest, betont: „Wir richten den Bauablauf an den Arbeiten aus, die für die Fertigstellung des Gesamtprojekts entscheidend sind. So treiben wir den Ausbau der A8 gezielt voran.“
Die Fertigstellung und Verkehrsfreigabe der Kreisstraßenüberführung K4500 zwischen Niefern und Pforzheim-Hagenschieß verschieben sich von Ende 2026 auf Oktober 2027. Die Verbindung bleibt somit zehn Monate länger gesperrt als geplant. Grund sind begrenzte Kapazitäten bei der Fertigung der benötigten Stahlkonstruktionen.
Brücke zwischen Eutingen und Kieselbronn vorgezogen
Daher wurde die Brücke K9807 zwischen Eutingen und Kieselbronn vorgezogen. Dieses Bauwerk ist eng mit dem Streckenausbau verknüpft und besonders wichtig für den Projektabschluss. An der K4500 sind beide Widerlager hergestellt. Das Widerlager auf der Seite Niefern ist bereits angeschüttet. Die Erdarbeiten für den Straßendamm und die Hinterfüllung des Bauwerks sind abgeschlossen.
Der Stahlüberbau wird derzeit im Werk gefertigt. Da seine Verfügbarkeit den weiteren Bauablauf bestimmt, bestehen derzeit keine verlässlichen Möglichkeiten, die Bauzeit zusätzlich zu verkürzen. Die ursprünglich für das zweite Halbjahr 2026 vorgesehenen Einhubarbeiten sollen nach aktuellem Stand im ersten Halbjahr 2027 stattfinden. An der K9807 sind beide Baugruben hergestellt. Auf der Seite Eutingen wird das Widerlager, auf der Seite Kieselbronn das Fundament gebaut. Erste Stahlbauteile sollen voraussichtlich noch im Oktober zur Endmontage auf die Baustelle geliefert werden.
Lärmschutzeinhausung ist zentraler Schwerpunkt
Ein zentraler Schwerpunkt der laufenden Arbeiten ist die zweite Röhre der 380 Meter langen Lärmschutzeinhausung. Alle rund 170 Bohrpfähle sind hergestellt. Von insgesamt 38 Bauabschnitten sind inzwischen 34 Pfahlkopfbalken, 27 Wandabschnitte und 16 Deckenabschnitte fertiggestellt.
Auf der neuen Fahrbahn in Richtung Karlsruhe hat der Erdbau zwischen der Tank- und Rastanlage und der B10 das endgültige Niveau der künftigen Autobahntrasse erreicht. Dort werden Entwässerungsleitungen, Bentonitabdichtungen und Schotterschichten eingebaut. In der Enzsenke liegen die künftige A8-Trasse und die provisorischen Rampen der Anschlussstelle Pforzheim-Ost ebenfalls bereits auf ihrem endgültigen Niveau.
An der neuen B10-Brücke ist das Widerlager auf der Karlsruher Seite fertig. Auf der Stuttgarter Seite sind Gründung und Fundament abgeschlossen. Dort wird derzeit das zweite Widerlager gebaut. Parallel entsteht das Traggerüst für den Überbau.
Anschlusstelle wird provisorisch geöffnet
Die Anschlussstelle Pforzheim-Ost wird in Fahrtrichtung Karlsruhe Anfang 2027 provisorisch geöffnet. Für den abschließenden Ausbau der A8 muss diese Fahrbeziehung im weiteren Projektverlauf nochmals gesperrt werden. An der neuen B10-Brücke ist das Widerlager auf der Seite Karlsruhe fertiggestellt. Auf der Seite Stuttgart wird nach Abschluss von Gründung und Fundament derzeit das zweite Widerlager gebaut. Parallel entsteht das Traggerüst für den Überbau.
Die neue Parkplatz-mit-WC-Anlage „Enztal-Süd“ soll bis Ende 2026 fertig sein. Leitungsbau, Betonfahrbahnen und Lkw-Parkflächen sind abgeschlossen. Derzeit laufen Pflasterarbeiten sowie Vorbereitungen für den Asphaltbau und das WC-Gebäude. Ebenfalls bis Ende 2026 sollen die Verkehrsführung im Bereich der Tank- und Rastanlage angepasst und die neue Rampe zur Autobahn in Betrieb genommen werden.