Ausgezeichneter Tierschutz: So lässt sich Silvesterstress bei Pferden verhindern

Über zwei Jahre erforschten die Schülerinnen gemeinsam mit der Schwarzwald-Tierklinik Neubulach, wie sich Silvesterstress bei Pferden objektiv messen und wirksam reduzieren lässt.
Ahsbahs- Drei Siebtklässlerinnen erforschten Silvesterstress bei Pferden – mit messbaren Methoden.
- Sie arbeiteten mit der Schwarzwald-Tierklinik zusammen und prüften Cortisolmessungen.
- Musik als Einflussfaktor wurde getestet, die Ergebnisse wurden Klassen vorgestellt.
- Beim Landeswettbewerb Tierschutz erreichten sie den zweiten Platz in „Klassenstufe 7 und älter“.
- Ministerin Marion Gentges lobte Engagement und besucht die Gemeinschaftsschule Neubulach.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Beim landesweiten Tierschutzwettbewerb des Ministeriums für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz sowie des Ministeriums für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg erreichten die Siebtklässlerinnen Merle Ahsbahs, Annabel Schmitt und Sofia C. mit ihrer Arbeit aus einer Vielzahl eingereichter Projekte einen zweiten Platz. Besonders bemerkenswert: In der Wettbewerbskategorie „Klassenstufe 7 und älter“ gehörten die drei zu den jüngsten Teilnehmerinnen des gesamten Wettbewerbs. Die Auszeichnung wurde auf der Landesgartenschau in Ellwangen von Ministerin Marion Gentges persönlich überreicht, heißt es in einer Pressemitteilung der Schule.
Wie lässt sich Stress überhaupt messen?
Mit ihrer Arbeit „Silvesterstress bei Pferden – sichtbar, messbar, vermeidbar“ beschäftigten sich die drei Schülerinnen über zweieinhalb Jahre mit der Frage, wie sich Feuerwerk an Silvester auf Pferde auswirkt und wie sich dieser Stress verringern lässt. Zunächst gingen sie der Frage nach, wie sich Stress bei Pferden überhaupt objektiv messen und damit sichtbar machen lässt. Anschließend überprüften sie ihre Messmethoden unter anderem durch den Vergleich mit Cortisolmessungen und erforschten außerdem den Einfluss von Musik auf das Stressverhalten der Tiere.

Die Ergebnisse ihres Projekts stellten die Schülerinnen auch anderen Klassen vor und sensibilisierten für das Thema Tierschutz.
BroschkVon Beginn an verfolgten die drei Schülerinnen dabei ein klares Ziel: Sie wollten nicht nur neue Erkenntnisse gewinnen, sondern möglichst viele Menschen für die Auswirkungen von Feuerwerk auf Tiere sensibilisieren. Deshalb präsentierten sie ihre Ergebnisse in der Schule sowie bei öffentlichen Vorträgen und möchten mit ihrer Aufklärungsarbeit den Tierschutz an Silvester stärker in den Blick der Öffentlichkeit rücken. Unterstützt wurden sie während des gesamten Forschungszeitraums von ihren Lehrerinnen Lisa Kappler und Eva-Maria Broschk, die sie während des gesamten Forschungszeitraums begleiteten.
Lob von der Ministerim
Ministerin Marion Gentges würdigte im Gespräch mit den drei Schülerinnen insbesondere ihr außergewöhnliches Engagement, ihren langen Atem und die wissenschaftliche Präzision ihrer Arbeit. Beeindruckt zeigte sie sich zudem davon, dass die drei ihre Erkenntnisse aktiv zur Sensibilisierung für den Tierschutz nutzen.
„Wir möchten Kinder und Jugendliche dazu ermutigen, eigene Ideen zu verfolgen und Verantwortung zu übernehmen. Merle, Annabel und Sofia haben genau das getan. Sie haben nicht nur geforscht, sondern immer gefragt, wie ihre Ergebnisse den Tieren ganz konkret helfen können. Genau diese Verbindung aus wissenschaftlicher Neugier und gesellschaftlicher Verantwortung macht ihre Arbeit so besonders“, sagt Lehrerin Lisa Kappler.
Die drei Schülerinnen nutzten die Preisverleihung, um Ministerin Gentges an die Gemeinschaftsschule Neubulach einzuladen. Beeindruckt vom Engagement der Schülerinnen sagte sie ihren Besuch im kommenden Schuljahr spontan zu.
Der Landeswettbewerb Tierschutz „Schülerinnen und Schüler machen sich für Tiere stark“ wurde in diesem Jahr zum 14. Mal veranstaltet. Ausgezeichnet werden Schüler der Klassen 4 bis 10, die sich mit kreativen Projekten in besonderer Weise für den Tierschutz einsetzen.