Zahlen sinken
: Zollernalbkreis baut Plätze für Flüchtlinge weiter ab

Die Zahl der Zuweisungen sinkt: Der Zollernalbkreis reduziert deshalb seine Unterbringungskapazitäten für Flüchtlinge deutlich. Was geplant ist.
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red/pm
Zollernalbkreis
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Die Jugendherberge Lochen: Ende des Jahres endet dort die Unterbringung für Geflüchtete, zum 30. September erfolgt der Auszug der noch verbleibenden Bewohner. Was danach mit dem Gebäude geschieht, ist noch nicht geklärt. Eine Wiedereröffnung der Jugendherberge für den Gästebetrieb sei momentan nicht vorgesehen.

Die frühere Jugendherberge Lochen: Bis Jahresende 2026 wird das Gebäude noch als Flüchtlingsunterkunft genutzt. Aufgrund zurückgehender Flüchtlingszahlen fährt das Landratsamt konsequent die Wohnheimkapazitäten zurück.

Landratsamt Zollernalbkreis
  • Zuweisungen bleiben niedrig, daher baut der Zollernalbkreis Unterkünfte deutlich ab.
  • Seit Januar 2025 sinken Plätze von 739 auf 622 – bis April 2027 sind 326 vorgesehen.
  • Gemeinschaftsunterkunft Lochen bleibt bis Jahresende 2026 in Betrieb, danach wohl Schluss.
  • Weniger Zugänge: 2024 kamen 467 Asylbewerber, 2025 waren es 223, dieses Jahr bis September 105.
  • Ukraine-Flüchtlinge nach Landzuweisung: 2024 waren es 109, 2025 241, in diesem Jahr bisher 72.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Die Zahl der Flüchtlinge, die dem Zollernalbkreis zugewiesen werden, ist weiterhin auf einem vergleichsweise niedrigen Niveau. Entsprechend fährt das Landratsamt konsequent die Wohnheimkapazitäten zurück, wie es berichtet.

Die Zuwanderungsbehörde rechnet außerdem mit deutlich sinkenden Kosten für die Unterbringung und den Lebensunterhalt. „Wir beobachten die Lage kontinuierlich und sind flexibel, um die Kapazitäten dem tatsächlichen Bedarf anzupassen“, sagt Landrat Günther-Martin Pauli. „In jedem Fall stellen wir einen wirtschaftlichen und verantwortungsvollen Umgang mit den Ressourcen sicher“, betont er.

„Allen Bürgerinnen und Bürgern, die Menschen aus fremden Ländern die Integration erleichtern, sind wir dankbar – dies bleibt eine herausfordernde Gemeinschaftsaufgabe“, so Landrat Günther-Martin Pauli.

Zum Vergleich: 2024 wurden dem Landkreis 467 Asylbewerber zugewiesen, 2025 waren es 223 Menschen, in diesem Jahr bis September 105.

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Weniger Flüchtlinge aus der Ukraine

Zudem hat der Zollernalbkreis nach Zuweisung durch das Land ukrainische Kriegsflüchtlinge aufgenommen: 2024 insgesamt 109 Personen, 2025 waren es 241, im Jahr 2026 bisher 72.

Wegen dieser sinkenden Zahlen hat das Landratsamt die Unterkunfts-Kapazitäten bereits schrittweise abgebaut, unter anderem in Meßstetten, Haigerloch und Burladingen.

In den Burladinger Containern lebten beispielsweise Bewerber, die teils auch bei Trigema beschäftigt waren. Voll belegt waren sie jedoch nie. Das Unternehmen hatte das Gelände der Landkreisverwaltung in einer auf zwei Jahre angelegten Kooperation zur Verfügung gestellt – unter der Maßgabe, dass vor allem Menschen einziehen sollen, die im Unternehmen arbeiten und sich langfristig ein Bleiberecht sichern können.

Wohnheimplätze für Flüchtlinge: aktuell 622

Seit Januar 2025 wurde die Gesamtzahl der verfügbaren Wohnheimplätze von 739 auf aktuell 622 reduziert.

Damit sind auch größere Einrichtungen wie die Gemeinschaftsunterkunft auf der Lochen in Balingen bald Geschichte. Auch um das Lamm in Burladingen-Killer ist es inzwischen ruhig geworden; die Einrichtung hatte es wegen erbitterten Protests 2023 bundesweit in die Schlagzeilen geschafft.

Reduzierung um die Hälfte

Bis April 2027 ist eine weitere Anpassung auf 326 Wohnheimplätze vorgesehen – gegenüber Anfang 2025 bedeutet das einen Abbau der Kapazitäten um voraussichtlich mehr als 50 Prozent.