Wetter im Zollernalbkreis: Hitzebeschwerden – wann Hausarzt, Notaufnahme oder 112 die richtige Wahl sind

Der Hausarzt hilft bei leichten Hitzebeschwerden weiter.
Daniel Vogl/dpa- Hitze im Zollernalbkreis: Bei leichten Beschwerden zuerst Hausarzt oder 116117 kontaktieren.
- Deutliche Schwäche, Erbrechen oder Kreislaufkollaps erfordern die Notaufnahme.
- Bei Bewusstlosigkeit, Verwirrtheit oder Verdacht auf Hitzekollaps sofort 112 wählen.
- Erste Hilfe: kühler Ort, kalte Umschläge, viel trinken und körperliche Ruhe – sonst ärztliche Hilfe.
- Vorbeugen: ausreichend trinken, Sonne meiden, Kopfbedeckung, Sonnencreme; Medikamente mit Arzt abstimmen.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Bei Hitzebeschwerden ist es nötig, schnell zu reagieren. „Bei leichten bis mäßigen Hitzebeschwerden wie Kreislaufproblemen oder Erschöpfung sollten sich Betroffene zunächst an ihre Hausarztpraxis beziehungsweise außerhalb der Sprechzeiten an den ärztlichen Bereitschaftsdienst unter 116117 wenden“, rät das Gesundheitsamt auf Anfrage.
Bei stärkeren Beschwerden wie deutlicher Schwäche, wiederholtem Erbrechen oder Kreislaufkollaps sollte demnach die Notaufnahme aufgesucht werden. „Bei akuten Warnzeichen wie Bewusstlosigkeit, Verwirrtheit oder Verdacht auf einen Hitzekollaps ist umgehend die 112 zu wählen“, erklärt Landratsamtsprecher Steffen Maier.
Chronisch Kranke, die Unterstützung wegen der aktuellen Hitzewelle benötigen, sollten sich bei Fragen oder Beschwerden im Zusammenhang mit Hitze in erster Linie an ihre behandelnden Haus- und Fachärzte wenden. Laut Gesundheitsamt können hier am besten die Überprüfung und gegebenenfalls die Anpassung von Medikamenten besprochen werden.
Generell gilt: „Bei ersten Warnzeichen wie starkem Schwindel, Kopfschmerzen, Herzrasen oder niedrigem Blutdruck sollte die betroffene Person umgehend an einen kühlen Ort gebracht werden“, erklärt Beate Fleiner, Sprecherin des Zollernalb Klinikums. „Kalte, feuchte Umschläge, ausreichende Flüssigkeitszufuhr und körperliche Ruhe führen meist rasch zu einer Besserung.“ Halten die Beschwerden an oder verschlimmern sie sich, sollte ärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden, so Fleiner.
Tipps bei Hitze: Kopfbedeckung und Sonnencreme
Grundsätzlich rät das Gesundheitsamt, ausreichend zu trinken: mindestens 1,5 bis zwei Liter täglich – bei Hitze mehr und regelmäßig, auch ohne Durstgefühl. Anstrengungen sollten, soweit möglich, in die kühleren Morgen- oder Abendstunden gelegt werden. Mittags ist es hilfreich, sich möglichst im Schatten oder in klimatisierten Räumen aufzuhalten. Weiterer Tipp: direkte Sonne meiden, Kopfbedeckung tragen, Sonnencreme verwenden. Der UV-Index in Wetter-Apps hilft bei der Einschätzung. Ältere, Kinder, Schwangere und chronisch Kranke benötigen demnach bei Hitze besondere Aufmerksamkeit und Unterstützung.
Klinik-Sprecherin Fleiner rät: „Bei hohen Temperaturen sollte die tägliche Trinkmenge, sofern medizinisch nicht anders verordnet, auf etwa zwei bis drei Liter erhöht werden. Geeignet sind insbesondere stilles Mineralwasser, Saftschorlen und ungesüßte Tees. Getränke mit ausgewogenem Mineralstoffgehalt wie Natrium und Magnesium unterstützen den Ausgleich von Schweißverlusten. Alkohol sowie stark gesüßte oder koffeinhaltige Getränke sollten möglichst vermieden werden.“
Medikamente mit dem Arzt abstimmen
Menschen, die regelmäßig Medikamente einnehmen, insbesondere entwässernde Präparate bei Herz- oder Nierenerkrankungen, sollten zudem ihre Trinkmenge unbedingt mit dem behandelnden Arzt abstimmen. Dabei geht es laut Fleiner darum, „sowohl eine Unter- als auch Überversorgung zu vermeiden“.
