Hitze-Wetter und Gewitter: Warnung vor Sport im Freien - so hoch ist die Ozonbelastung

Die Sonne brennt vom Himmel. Schon am Mittwoch werden im Zollernalbkreis teils deutlich mehr als 30 Grad erreicht.
GernDie Hitze hält an – im Zollernalbkreis mindestens bis Sonntag. „Samstag wird der Höhepunkt der Hitzewelle samt neuer Hitzerekorde“, kündigt der DWD an. Erwartet werden bis zu 35 Grad in Balingen, 33 Grad in Albstadt, 32 Grad in Meßstetten oder 36 Grad in Haigerloch. Dann sind starke, vereinzelt auch schwere Gewitter möglich, ebenso am Sonntag.
Nachts bleibt es deutlich wärmer als gewöhnlich: Tropennächte mit mehr als 20 Grad sind für das Wochenende im Zollernalbkreis angekündigt.
Zum Wochenstart kühlt es – Stand jetzt – ein wenig ab. „In der Nacht zum Montag überquert eine Gewitterlinie Baden-Württemberg“, sagt DWD-Meteorologe Kai-Uwe Nerding unserer Redaktion. Oberhalb von 600 Metern liegen die Temperaturen dann noch etwa bei 25 Grad, in tieferen Lagen sind es an die 30 Grad.
Ozonwerte steigen stark
Die Ozonwerte steigen. Die Landesanstalt für Umwelt in Baden-Württemberg (LUBW) warnt daher: „Ozonempfindliche Personen und Kinder sollten körperliche Anstrengungen und sportliche Aktivitäten im Freien auf die frühen Morgenstunden verlegen.“ Gerade am späten Nachmittag und Abend sind die Ozonkonzentrationen demnach besonders hoch.
Die Informationsschwelle in Baden-Württemberg liegt bei 180 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft am späten Nachmittag. Ab einem gemessenen Wert von mehr als 240 wird Ozon-Alarm ausgerufen. Die natürliche Hintergrundkonzentration liegt laut LUBW bei etwa 50. Am Mittwoch um 8 Uhr wurden für den Bereich Schwäbische Alb bereits 84 Mikrogramm erreicht, um 11 Uhr 107, um 15 Uhr 123.
LUBW über Ozon
„Ozon ist ein farbloses und sehr reaktives Gas. Es spielt in der Erdatmosphäre eine Doppelrolle: Als natürliche Ozonschicht oberhalb von etwa 20 Kilometern Höhe schützt es die Erdoberfläche vor schädlicher Ultraviolettstrahlung der Sonne. Ozon wirkt in erhöhten Konzentrationen als Reizgas auf die Atemwege und kann nach tiefer Inhalation, zum Beispiel bei sportlicher Betätigung, die Entstehung entzündlicher Prozesse im Lungengewebe fördern.“