Warntag am 11. September: Kann Balingen diesmal teilnehmen?

Sirenen gibt es in Balingen auch zum diesjährigen Warntag nicht.
PixabayBald ist es wieder soweit: Am Donnerstag, 11. September, findet der jährliche, bundesweite Warntag statt. Bei dem gemeinsamen Aktionstag sollen die technische Warninfrastruktur einer Belastungsprobe unterzogen und der Bevölkerung Wissen zum Thema Warnung vermittelt werden.
Ab 11 Uhr wird über Radio und Fernsehen, Internet, Social Media, digitale Stadtinformationstafeln, mobile Endgeräte wie Smartphones, Lautsprecherwagen und Sirenen eine Probewarnung gegeben. Gegen 11.45 Uhr erfolgt eine Entwarnung. Über Cell Broadcast wird derzeit noch keine Entwarnung versendet.
Warntag soll Schwachstellen offenlegen
Diese Probewarnung soll mögliche Schwachstellen offenlegen, heißt es auf der Homepage des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe. Dieses ist auf Bundesebene dafür verantwortlich, auf der Ebene der Länder sind es die jeweiligen Innenministerien, und auf der Ebene der Kommunen in der Regel die für den Katastrophenschutz zuständigen Behörden.
Balingen beteiligt sich nicht am Aktionstag
In Balingen und seinen Ortsteilen ertönten zum Aktionstag bislang keine Sirenen. Der Grund: es gibt keine. Fünf Sirenen seien noch in den Ortsteilen übrig, bei diesen aber „handelt es sich um Relikte einer Zeit, als die Alarmierung der Feuerwehren noch über Sirenen erfolgte“, hieß es dazu auf Frage unserer Redaktion bereits vor einem Jahr.
Das sollte sich jedoch eigentlich ändern. Denn bereits 2024 hatte die Stadt einen Förderantrag für Sirenen zum Bevölkerungsschutz beim Bund gestellt, nachdem der Kreistag im Rahmen des Bedarfsplans für Feuerwehr und Katastrophenschutz dem Aufbau eines Sirenennetzes zugestimmt hatte.
Antrag gestellt, Förderzusage erhalten
Doch die Mühlen der Bürokratie mahlen langsam. „Wir haben mittlerweile einen Zuwendungsbescheid, also eine Förderzusage, aus Mitteln des Innenministeriums Baden-Württemberg erhalten, der bis Herbst 2030 besteht“, berichtet Pressesprecher Dennis Schmidt unserer Redaktion.
Gemeinderat wird entscheiden
Hinzu komme die Fördermöglichkeit durch den Landkreis. „Wir werden entsprechend der Haushaltslage und entlang der finanziellen Möglichkeiten im Zuge der jährlichen Haushaltsgespräche über die weiteren Schritte beraten“, so Schmidt weiter.
„NINA-WarnApp“ kommt zum Einsatz
In Balingen komme daher die „NINA-WarnApp“ zum Einsatz. „Je nach Eskalationsstufen kommt eine Radiowarnung hinzu“, weiß der Stadtsprecher. „Es gibt hier ein gestaffeltes System der Eskalationsstufen, die auf der niedrigsten Ebene von der Leitstelle im Kreis ausgelöst werden können, darüber hinaus von der Zustimmung beziehungsweise Koordination des Lagezentrum des Landes im Innenministerium abhängig sind.“
Denkbar seien darüber hinaus beispielsweise auch Durchsagen aus Einsatzfahrzeugen.