Waldhof-Gelände in Geislingen: Die Archäologen rücken an

Die BI Waldhof stemmt sich seit jeher gegen das geplante Absetzgelände. Jetzt rücken Archäologen nach Geislingen an und untersuchen den Untergrund.
Sebastian Buck- Archäologen des LAD untersuchen ab Montag, 2. November, Fundstellen bei Geislingen.
- Ziel ist eine Stellungnahme zum geplanten Absetzgelände der Bundeswehr auf dem Kleinen Heuberg.
- Sondagen klären den Erhaltungszustand römerzeitlicher Bodendenkmale und Befunde.
- Oberboden wird lokal maschinell abgetragen, Funde werden dokumentiert und Flächen wieder geschlossen.
- Die Ergebnisse fließen in die Bewertung ein – auch relevant für die BI Waldhof, die das Vorhaben ablehnt.
Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.
Es tut sich was rund um das geplante Absetzgelände auf dem Kleinen Heuberg bei Geislingen. Dort untersucht das Landesamt für Denkmalpflege (LAD) ab Montag, 2. November, archäologische Fundstellen, insbesondere aus der Römerzeit. Das teilt die Behörde in einer Pressemeldung mit. „Die Sondierungen sollen den Erhaltungszustand der Bodendenkmale klären und eine fundierte denkmalfachliche Stellungnahme zum geplanten Absetzgelände der Bundeswehr ermöglichen“, ist dort weiter zu lesen.
Seit rund 100 Jahren sind auf der Hochfläche des Kleinen Heubergs südwestlich von Geislingen zahlreiche, vor allem römerzeitliche Fundstellen bekannt. Der Forschungsstand und damit die historische Einordnung der hier im Boden ruhenden Zeugnisse soll verbessert werden. Daher sind ebenjene weiterführenden Untersuchungen geplant. Vor Ort werden archäologische Sondagen im Gelände vorgenommen.
Der Boden wird entfernt
Die Arbeiten sollen rund zwei Wochen dauern. „Mit Hilfe kleinräumiger Schürfungen soll vor allem der Erhaltungszustand der Bodenzeugnisse ermittelt werden. An mehreren Stellen wird hierzu maschinell der Oberboden entfernt, um einen Blick auf die darunter liegenden archäologischen Funde zu erhalten“, teilt das LAD weiter mit. Nachdem die Ergebnisse durch die Experten dokumentiert sind, werden die Untersuchungsflächen wieder zugedeckt.
Die Untersuchungen dienen dabei auch zur Klärung der Frage, ob beziehungsweise inwieweit Ackerbau oder Erosion die archäologischen Zeugnisse beeinträchtigt haben. Die Ergebnisse werden anschließend dazu dienen, die Befunde auf dem Kleinen Heuberg besser einzuschätzen. Diese fließen in die Stellungnahme des LAD für das auf dem Gelände geplante Absetzgelände der Bundeswehr ein, gegen das sich die örtliche Bürgerinitiative Waldhof stemmt, die ebenfalls auf die jetzt zu untersuchenden archäologischen Fundstücke mehrfach hingewiesen hatte.
