Umweltaktionstag in Burladingen
: Nur wenige Freiwillige unterstützten bei der Friedhofspflege

Die Stadt Burladingen hat zum Umweltaktionstag auf dem Friedhof in der Kernstadt eingeladen. Doch die Resonanz blieb hinter den Erwartungen zurück.
Von
Reinhard Will
Oberndorf
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Lediglich fünf Helfer beteiligten sich beim Umweltaktionstag der Stadt Burladingen auf dem Friedhof.

Will

„Eine kleine, aber feine Gruppe“ hat Bürgermeister Davide Licht zum Umweltaktionstag auf dem Friedhof in Burladingen begrüßt. Fünf freiwillige Helferinnen und Helfer hatten sich am Samstagmorgen eingefunden, um dem städtischen Bauhof bei der Friedhofspflege und der Gestaltung der Anlage unter die Arme zu greifen.

Seitens der Stadt griffen Bürgermeister und Ordnungsamtsleiter Martin Paulus – er verantwortet in der Verwaltung das Friedhofswesen – ebenfalls zu Hacke und Rechen und unterstützten das Freiwilligenteam bei spätsommerlichem Wetter. „Wir haben einiges vor“, kündigte Paulus zu Beginn der Aktion an. Bauhofleiter Karl Moritz Kraus und seine Mitarbeiter hatten den Pritschenwagen des Bauhofes mit ausreichend Werkzeug bestückt, sodass jede und jeder gut ausgerüstet ans Werk gehen konnte.

Großes Gemecker, wenige Helfer

Friedhöfe sind und bleiben sensible Orte, auch bei einer sich verändernden Bestattungskultur: Sie sind Orte des Gedenkens, des Erinnerns und nicht zuletzt auch öffentliche Grünanlagen. Weil die Erwartungen an Pflege und Ausgestaltung der Friedhöfe vielschichtig sind, stehen die Bauhofmitarbeiter auch angesichts der Größe der Anlage vor einer Herausforderung. Und müssen sie Kritik für ihre oft wetterabhängige Arbeit einstecken.

Umso mehr verwundert es, dass dem Aufruf der Stadt nicht mehr Freiwillige gefolgt sind. Ein paar wenige Stunden für das Gemeinwohl zu leisten – das scheint für viele nicht mehr vorstellbar zu sein. Wiederum stoßen Umweltaktionen in den Stadtteilen oft auf größere Resonanz als in der Kernstadt.

Nächstes Jahr mehr Helfer

Es hätten also durchaus mehr Freiwillige sein können. „Es wäre schön, wenn nächstes Jahr mehr kommen“, meinte Karl Moritz Kraus. „Jede helfende Hand ist willkommen.“

Für Bürgermeister, Ordnungsamtsleiter und mehrere Bauhofmitarbeiter war die Aktion vorzeitig beendet. Zur Mittagszeit wurden sie zu einem Feuerwehreinsatz nach Ringingen gerufen. Das Vesper, mit dem sich die Verwaltung bei den Helfern bedankte, ließen sich diese dann in kleinerer Runde im Bahnhofssaal schmecken.

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