Übung der Feuerwehr in Balingen: Wenn der Fahrer bewusstlos wird

Die Jugendlichen hatten alles im Griff.
BreisingerMittlerweile findet die Hauptübung der Jugendfeuerwehr (JFW) Balingen im zweijährigen Turnus statt, 2025 bei der Firma Neher in Weilstetten, wo sich neben 55 Mitglieder der Jugendfeuerwehren aus Balingen, Weilstetten, Endingen und Frommmern, viele Betreuer und zahlreiche Besucher einfanden. Zwölf Fahrzeuge waren im Einsatz, auch der Abrollbehälter Wasser/Schaum oder das Rüst- und Gerätefahrzeug 1/52 AB-Rüst sowie die Drehleiter.
„Es fällt nicht so einfach, geeignete Standort für solch eine Übung in dieser Größenordnung zu finden und ein Szenario auszuarbeiten, in dem alle Jugendlichen beschäftigt sind“, erörterte der Balinger Stadtjugendfeuerwehrwart Marcel Hafenmayr. Der JFW Weilstetten unter deren Jugendgruppenleiter Florian Völkle gelang dieses Vorhaben.
Die Abteilungen teilen sich auf
Es mussten drei Aufgaben bewältigt werden. Zum einen ein Lagerhausbrand mit fünf Verletzten, ein Bauunfall mit einer eingeklemmten Person und zudem gab es einen umgekippten Radlader, der Gefahrengut transportierte und dessen Fahrer bewusstlos wurde, so dass insgesamt sieben verletzte Personen geborgen und versorgt werden mussten. „Um den Bauunfall hat sich die Balinger Abteilung gekümmert, um den Gefahrengutaustritt Frommern und um den Lagerhallenbrand Endingen, Weilstetten und Balingen“, erläuterte der stellvertretende Stadtjugendfeuerwehrwart Fabian Zovkić.
Regelmäßiger Austausch auf Kreisebene
„Diese Hauptübung ist ein großes Highlight für unsere JFW, alleine schon das Fahren mit dem Martinshorn. Mit Schere und Spreizer zu agieren oder Fahrzeuge anzuheben ist auch außergewöhnlich“, meinte Hafenmayr. „Jede JFW schaut in erster Linie auf sich selber, aber wir sind auf Kreisebene schon im regelmäßigen Austausch, unter anderem mit Ebingen“, ergänzte Hafenmayr.
Die Balinger haben keine Nachwuchssorgen
„Natürlich war es hin und wieder holprig, aber das ist normal, wenn die Altersspanne zehn bis 17 Jahre beträgt und deshalb manche Jugendliche erfahrener als andere sind und sich leichter tun, aber insgesamt gesehen ist die Hauptübung gut verlaufen“, zog Hafenmayr ein positives Fazit. „Angesichts von 135 Kindern und Jugendlichen dürfen wir alle uns eine gute Jugendarbeit auf die Fahnen schreiben. Wir sind glücklich dass wir im Gegensatz zu anderen Organisationen und Vereinen keine Nachwuchssorgen haben und zudem auch je nach Jahrgang sechs bis zehn Übertritte in die Aktivenfeuerwehren haben“, meinte Hafenmayr. „Die technische Hilfeleistung zum Beispiel bei Unwettern oder bei einer Türöffnung ist für die Feuerwehren immer wichtiger, deshalb widmen sich auch die Betreuer dieser Thematik immer mehr, zum Beispiel auch spielerisch in Form von Knobelaufgaben“, fügte Hafenmayr hinzu.