So schön ist Balingen: Georg Wilkens präsentiert seine besten Schnappschüsse

Georg Wilkens hat wieder Bilder für einen Kalender gemacht.
Jessica MüllerZwei ganze Stapel an Bildern hat Georg Wilkens dabei. „Die habe ich alle letztes Jahr gemacht“, erzählt er. Sie zeigen verschiedenste Orte in und um Balingen zu allen Tages- und Nachtzeiten, im Frühling, Sommer, Herbst und Winter. „Die gebe ich dann Christian Ludewig vom Osiander, damit er zwölf für den Kalender auswählen kann.“ So wie jedes Jahr. Aber wie kam es eigentlich dazu?
„Als ich vor vielen Jahren nach Balingen gezogen bin, wollte ich Postkarten an Freunde und Familie schicken“, erzählt Wilkens. „Aber die Auswahl war eher nicht so gut.“ Kurzerhand beschloss er, einfach selber welche zu machen.
„Also habe ich ein paar Motive fotografiert und 500 Postkarten drucken lassen.“ Diese bot er dann den Buchhandlungen in Balingen an und hatte Erfolg. „Als die 500 Karten weg waren, habe ich neue gemacht“, erzählt Wilkens.
50 Kalender produziert
Immer wieder probierte er etwas Neues: „Mal gab’s Magnete, mal Tassen.“ Und dann kam ihm die Idee mit dem Kalender. Die 50 Exemplare waren nach zwei Monaten ausverkauft. „Seitdem machen wir jedes Jahr einen“, sagt Wilkens, der dabei von seinem Sohn Peter bekommt.
Balingen im Wandel der Jahreszeiten
Dieses Jahr dürfen sich Käufer unter anderem über ein Winterbild an der Eyach, die weihnachtlich beleuchtete Kirche, einen frühlingshaften Blick auf klein Venedig sowie das Stauwehr bei Mondschein und den Seerosengarten freuen.
Auch eine herbstliche Ansicht auf die Burg Hohenzollern mit einem Propellerflugzeug hat es in die Auswahl geschafft. Mittlerweile kennt der „neigschmeckte“ Balinger die besten Spots, um die Eyachstadt in all ihrer Schönheit abbilden zu können.
Balingen aus der Vogelperspektive
Egal ob von weitem, aus der Nähe oder sogar von oben. „Immer mal wieder haben wir die Gelegenheit, bei jemandem aus dem Fenster ein Bild zu machen, oder sogar aus einem Flugzeug.“
Wie Wilkens seine Motive aussucht? „Wir gehen einfach raus und machen Bilder, wenn uns etwas auffällt“, erzählt er. Das war früher natürlich alles noch etwas aufwendiger: „Einmal bin ich auf den Rauschbart und habe 36 Aufnahmen gemacht“, erinnert sich Wilkens. „Brauchbar waren davon hinterher nur zwei, alle anderen waren total verwackelt.“
Im Ausland heiß begehrt
Besonders großer Beliebtheit erfreuen sich die Kalender im Ausland. „Die Auswanderer wollen immer wissen, was sich in Balingen verändert“, weiß Wilkens. „Daher warten sie immer schon ganz gespannt auf den neuen Kalender.“
70 Stück wurden diesmal produziert, Wilkens ist gespannt, ob alle einen Abnehmer finden. „Dieses Jahr sind es ein bisschen mehr, mal sehen wie es läuft“, sagt er.
Er selbst hatte beim Fotografieren jedenfalls seinen Spaß und denkt schon ans nächste Jahr. „Wenn es dann wieder einen Kalender gibt“, setzt er voraus.