Schulfest am Schulverbund Frommern
: Lange Schlangen vor dem Einlass: Alle wollen in die Geisterbahn

Beim großen Schulfest des Schulverbunds Frommern präsentierten die Schüler die Ergebnisse der Projekttage. Und die Besucher konnten angesichts der Kreativität und des Ideenreichtums nur staunen.
Von
Andrea Maute
Balingen
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Schokoladenherstellung

Sogar einen Schokoladen-3D-Drucker gab es beim Schulfest in Frommern zu sehen.

Andrea Maute
  • Schulfest am Schulverbund Frommern: Projekte der Klassen 1 bis 9 wurden präsentiert.
  • Besucher erlebten Mitmach-Aktionen wie Schokoproduktion und Fairtrade-Infos.
  • Die Geisterbahn der Klassen 8 und 9 war stark gefragt – lange Schlangen am Eingang.
  • Zeitreisen-Themen: Ägypten mit Skarabäen und Mumien, Mittelalter mit Papierschöpfen.
  • Technik und Spiel sorgten für Vielfalt, etwa 3D-Schokoladendrucker und Fußball-Billard.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Bevor Schüler und Lehrer am Schulverbund Frommern in die Sommerferien starteten, öffnete die Schule ihre Pforten zum großen Schulfest. Präsentiert wurden dort die Projekte, mit denen sich die Klassenstufen 1 bis 9 im Rahmen der Projekttage beschäftigt haben.

Beim Rundgang über das Gelände und durch die Gebäude geriet man wahrlich ins Staunen, was da innerhalb von nur zwei Tagen alles auf die Beine gestellt wurde.

Zahlreiche Mitmach-Aktionen

Frei nach dem Motto „Mittendrin statt nur dabei“ erwarteten die zahlreichen Gäste nicht nur Aufführungen und Ausstellungen. Sie durften auch selbst aktiv werden, mitmachen, entdecken und sich auf Spiel und Spaß freuen.

Die Klasse 5c etwa widmete sich der bekanntlich süßesten Versuchung der Welt und zeigte den Weg „Von der Kakaobohne zur Schokolade“ auf. Kein Wunder, dass der Chemieraum eine beliebte Anlaufstelle war. Denn wer kann dieser Leckerei schon widerstehen?

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Bis man sie sich buchstäblich auf der Zunge zergehen lassen kann, sind allerdings viele Arbeitsschritte notwendig.

Willkommen im Grusellabor: Bis hierher schafften es nur ganz Mutige.

Willkommen im Grusellabor: Bis hierher schafften es nur ganz Mutige.

Andrea Maute

Im Mörser zerkleinerte Anita vorsichtig die Kakaobohnen. „Sie können gerne mal kosten“, lud Gregor die Gäste zum Probieren ein. „Aber lieber nur eine kleine Menge, es schmeckt ziemlich bitter“, schickte er voraus.

Bitter, aber wertvoll

Ein Genuss sind Kakaobohnen in diesem Zustand wahrlich (noch) nicht. Gleichwohl waren sie im alten Mittelamerika ungemein wertvoll und wurden, wie Gregor erklärte, bei den Maya und Azteken als Zahlungsmittel verwendet. Kauft man heute Kakao oder Schokolade, sollte man unbedingt auf das Fairtrade-Siegel achten, gaben die Schüler den Besuchern mit auf den Weg. Denn dieses steht für faire Lebens- und Arbeitsbedingungen für Kleinbauern.

Von der kleinen süßen Verführung ging es weiter zum großen Gruseln. Wer der Geisterbahn der Realschulklassen 8 und 9 einen Besuch abstatten wollte, brauchte allerdings nicht nur gute Nerven, sondern musste auch viel Zeit mitbringen. Denn das Angebot lockte so viele Neugierige an, dass sich schon zu Beginn des Festes lange Schlangen vor der Kellertür bildeten.

Wer geduldig gewartet hatte, wurde am Ende mit dem Eintritt ins Reich des Professors belohnt. Bis in dessen Labor gelangten allerdings nur die ganz Nervenstarken.

Nicht umdrehen, wenn man den eigenen Namen hört, nicht stehenbleiben und an jeder Tür dreimal klopfen, bekamen die Besucher als Tipps mit auf den Weg. Also mutig hinein ins Nebelmeer und sich von den Spinnen und schaurigen Gestalten nicht abschrecken lassen – immer mit einem Ziel vor Augen: Das Labor, in dem der verrückte Professor seine gruseligen Experimente durchführt.

Jeder Regisseur, der einen Horrorfilm plant, hätte vor den Gestaltern dieser fantastischen Kulisse seinen Hut gezogen.

In der Leimsiederei erklärt Emilio, wie im Mittelalter Klebstoff hergestellt wurde.

In der Leimsiederei erklärt Emilio, wie im Mittelalter Klebstoff hergestellt wurde.

Andrea Maute

In einer imaginären Zeitmaschine konnte man zudem ins alte Ägypten reisen. Auf dem Schulhof durften die Gäste nicht nur einen Skarabäus als Glücksbringer gestalten, sondern auch selbstgebastelte Mumien und Pharaonenmasken der Fünftklässler in Augenschein nehmen.

Nächste Station war das Mittelalter. Von den Schülern wurde man dabei in die Kunst des Papierschöpfens eingeweiht. In der Leimsiederei erklärte Emilio zudem allen Interessierten, wie damals der Klebstoff hergestellt wurde, den Buchbinder, Schreiner und Handwerker benötigten. Das Rezept? „Milch mit Essig vermischen, erhitzen, die Flocken filtern und mit Natron mischen. Klebt perfekt“, bestätigte er.

Auch an den anderen Stationen war viel geboten. Vom Mini-Musical über das Telefonprojekt der Technik-AG und einen Barfußpfad bis hin zu Fußball-Billard und die magische Welt von Harry Potter war das Angebotsspektrum nahezu unerschöpflich.

Sehr beeindruckt von der Vielfalt der Projekte war auch Bürgermeister Ermilio Verrengia, der dem Schulfest ebenfalls einen Besuch abstattete.