Schließungen drohen
: Balinger Bäder kommen auf den Prüfstand

Der Balinger Gemeinderat muss Ende des Monats über die mögliche Schließung verschiedener Bäder und Becken entscheiden.
Von
Cornelius Eyckeler
Balingen
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Freibad Engstlatt Schild

Das Freibad in Engstlatt öffnete dieses Frühjahr erst später als geplant. Womöglich droht diesem Bad nun sogar endgültige Aus.

Eyckeler
  • Balingen prüft Bäderschließungen: Der Gemeinderat entscheidet Ende November.
  • Geplant ist die Schließung des Lehrschwimmbeckens Längenfeld nach dem Schuljahr, wenn Ersatz da ist.
  • Frommern bleibt vorerst offen – teure Reparaturen könnten auch dort zur Schließung führen.
  • Stadt will Trägerschaft der Freibäder Engstlatt und Streichen beenden, notfalls folgen Schließungen.
  • Grund sind hohe Investitionen und ein jährlicher Abmangel von rund 1,8 Millionen Euro.

Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.

Vor wenigen Wochen wurde bekannt, dass manche Schwimmkurse in Balinger  Bädern teurer werden, weil der kostenintensive Betrieb der Verwaltung zunehmend Kopfzerbrechen bereitet. Nun muss der Technische Ausschuss über eine noch viel drastischere Maßnahme beraten.

So sieht die Verwaltung laut bereits vorliegenden Unterlagen vor, das Lehrschwimmbecken Längenfeld nach dem laufenden Schuljahr dicht zu machen – sofern den bisherigen Nutzern eine Alternative geboten werden kann.

Nach Ansicht der Verwaltung dürfte das mit den Kapazitäten des Eyachbades möglich sein. Das Lehrschwimmbecken in Frommern erhält, so der Plan, vorerst eine Schonfrist. Sobald kostenintensive Reparaturen anfallen, könnte aber auch diesem Becken das Aus drohen.

Weiter strebt die Stadt die Beendigung der städtischen Trägerschaft der Freibäder in Engstlatt und Streichen an – und zwar bis „spätestens zum Zeitpunkt der Inbetriebnahme eines neuen Kinderbeckens im Freibad Balingen“, heißt es.

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Verwaltung sieht sich zum Handeln gezwungen

Sollte es bis dahin zu keiner Übernahme in private Hand gekommen sein, will die Verwaltung die Bäder endgültig schließen. Wann das Kinderbecken wieder in Betrieb genommen wird, ist noch nicht bekannt. Die Verwaltung glaubt aber nicht an eine Öffnung zur kommenden Saison.

Die Verwaltung will handeln, da bei fast allen Bädern kurz- bis mittelfristig mit einem erheblichen Investitionsbedarf gerechnet wird. Hinzu kommt der jährliche Abmangel durch die Bewirtschaftung der Bäder. Dieser liegt in Balingen bei rund 1,8 Millionen Euro. Es ist kein Geheimnis, dass Hallen- und Freibäder für Kommunen ein Minusgeschäft sind.

Stadt, beziehungsweise Stadtwerke gleichen diese Verluste in der Regel durch an anderer Stelle erzielte Erträge aus. Doch aufgrund der aktuell angespannten Finanzlage bei den Stadtwerken wird dies immer schwieriger.

Der Gemeinderat entscheidet Ende November über das Vorgehen.