Sanierung am Gymnasium Balingen
: Bei der Schultreppe geht es voran

Seit Sommer 2024 ist die Haupttreppe des Gymnasiums Balingen gesperrt. Nun läuft die Sanierung. Insbesondere die Schulgemeinschaft sehnt den Zeitpunkt herbei, ab dem der Haupteingang wieder genutzt werden kann.
Von
Andrea Maute
Balingen
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Treppe Gymnasium

Noch ist sie wegen Sanierungsarbeiten gesperrt, bald schon soll sie aber wieder nutzbar sein: die Haupttreppe des Balinger Gymnasiums.

Andrea Maute
  • Sanierung der gesperrten Haupttreppe am Gymnasium Balingen läuft seit Sommer 2024.
  • Mängel an Rohbau, Abdichtung und Fertigteilstufen wurden festgestellt – teils bereits behoben.
  • Vergabe klappte erst nach langer Suche: Stotz Bau erhielt den Zuschlag für rund 87.000 Euro.
  • Stadt begründet Mehrkosten mit hohen Anforderungen, engem Zeitraum und gestiegenen Preisen.
  • Ziel der Stadt: Treppe soll im September wieder nutzbar sein; Rechtsstreit läuft weiter.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Über dem Gelände des Gymnasiums Balingen liegt eine angenehme Ruhe. Das sonst lebhafte Treiben der Schülerinnen und Schüler ist während der Sommerferien verstummt. Ein wichtiges Projekt ist hier jedoch im Gange: Die Sanierung der Haupttreppe, die sowohl bei der Rohbaukonstruktion als auch in Sachen Abdichtung und Fertigteilstufen Mängel aufwies.

Noch vor der Sommerpause hat der Technische Ausschuss die Rohbauarbeiten vergeben und damit einen entscheidenden Schritt innerhalb eines Prozesses gemacht, der bereits im Jahre 2015/2016 seinen Anfang nahm.

Wie der städtische Pressesprecher Dennis Schmidt erklärt, wurden damals Abplatzungen an den neuen Seitenteilen der Treppe festgestellt. „Danach wurde ein gerichtliches Beweissicherungsverfahren durchgeführt, welches mehrere Herstellungsfehler sowohl im Beton und als auch in der Abdichtung und beim Versetzen der Stufen festgestellt hat“, schildert er den Fortgang.

Konkret waren verschiedene Bauteile „nicht ausreichend frost- und tausalzbeständig ausgelegt.“ Obwohl sich die Treppe für alle sichtbar im bewetterten Außenbereich befinde und die Planung diese Kriterien beschrieben habe, sei dies nicht ordnungsgemäß ausgeführt worden. „Die Treppe konnte bis zur Betonsanierung im Sommer 2024 benutzt werden, an die anschließend die frost- und tausalzbeständige Abdichtung und der Belag aus Winkelstufen wieder aufgebracht werden sollte“, lässt der Pressesprecher wissen.

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Rechtsverfahren läuft

Wie der Vorlage zu entnehmen ist, wurden die Mängel an den Stahlbetonwangen und am Stahlbetontreppenlauf vom verantwortlichen Unternehmen auf eigene Kosten fachgerecht beseitigt, wozu die mangelhafte Abdichtung entfernt und die Fertigsteilstufen demontiert wurden.

Das für die Abdichtung und die Fertigteilstufen verantwortliche Unternehmen habe hingegen „jede Verantwortung zurückgewiesen“ und „sowohl eine konstruktive Zusammenarbeit als auch eine fachgerechte Mängelbeseitigung verweigert“, heißt es in der Vorlage weiter. „Nach mehrfacher Aufforderung und fruchtlosem Ablauf der gesetzlichen Fristen wurde der Firma deshalb das Recht zur Nachbesserung und Mängelbeseitigung entzogen.“

Das weitere Verfahren kann indes als „schwierig“ beschrieben werden. Die Abdichtungsarbeiten auf der Rohbautreppe sowie die Lieferung und Montage von Fertigteilstufen wurden „beschränkt ausgeschrieben.“ Nachdem kein Angebot abgegeben wurde, stand die Möglichkeit eines freihändigen Vergabeverfahrens offen. Auch dieses habe sich jedoch als schwierig erwiesen. „Erst nach einer langwierigen Suche sowie intensiven Verhandlungen und viel Überzeugungsarbeit des Architekturbüros gingen zwei Angebote ein.“

Den Zuschlag erhielt schließlich die Firma Stotz Bau GmbH aus Balingen. Der Angebotspreis von rund 87.000 Euro liegt dabei deutlich über dem Kostenanschlag von rund 46.500 Euro. Als Gründe für die Kostensteigerung nennt die Verwaltung „die hohen technischen Anforderungen und den organisatorischen Aufwand der Maßnahme“ sowie den „engen Ausführungszeitraum.“ Darüber hinaus wirkten sich die gestiegenen Material- und Energiekosten überproportional preiserhöhend aus.

Unabhängig davon will die Stadt Balingen die entstandenen Kosten weiterhin im Zuge des bereits seit mehreren Jahren am Landgericht Hechingen laufenden Rechtsverfahrens gegenüber dem verantwortlichen Unternehmen geltend machen.

Ein Stück Normalität zurückgewinnen

Für das Gymnasium, weiß Dennis Schmidt, sei die Sperrung der Treppe seit Sommer 2024 eine enorme Belastung, die verständlicherweise mehrfach gegenüber der Verwaltung formuliert worden sei. Die Stadt habe daher auf verschiedenen Ebenen in regelmäßigem Kontakt mit der Schulleitung des Gymnasiums gestanden. „Zufriedenstellend war die Angelegenheit insgesamt selbstverständlich weder für die Schule noch für die Verwaltung“, betont er.

Mit der Beauftragung der örtlichen Firma Stotz bestünden nun „sehr große Chancen, dass die Treppe im September für den Schulbetrieb im neuen Schuljahr wieder zur Verfügung steht.“

Selbiges hofft auch Schulleiterin Michaela Mühlebach-Westfal. „Die zweijährige Sperrung der Haupttreppe stellte für unser Gymnasium eine erhebliche Einschränkung dar. Umso mehr freuen wir uns, dass die Arbeiten jetzt begonnen haben. Es ist ein positives Signal für unsere Schulgemeinschaft, dass wir mit dem neuen Schuljahr unseren Haupteingang wieder nutzen und damit ein wichtiges Stück Normalität im Schulalltag zurückgewinnen können“, erklärt sie.