Royan zu Besuch in Balingen: Deutsch-französische Freundschaft mit Leben gefüllt

Partnerschaftsabend in der festlich geschmückten Frommerner Festhalle
Stadt Balingen- Delegation aus Royan besuchte Balingen vom 1. bis 5. Oktober – 45 Gäste nahmen teil.
- Programm mit Empfängen, Ausflügen auf die Schwäbische Alb und nach Ulm sowie Zeit in Gastfamilien.
- Partnerschaftsabend am Tag der Deutschen Einheit betonte die Bedeutung der Jumelage.
- OB Dirk Abel und Royans Bürgermeister Patrick Marengo würdigten Freundschaft und Versöhnung.
- Neuer Förderverein unterstützt seit Mai die Partnerschaft, Arbeitsgespräch vertiefte Pläne.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Wie eng die Verbindung zwischen den beiden Städten Balingen und Royan über die Jahre geworden ist, zeigte sich Anfang Oktober einmal mehr: Vom 1. bis 5. Oktober war eine Delegation mit 45 Gästen aus der französischen Partnerstadt zu Gast in Balingen. Auf dem Programm standen neben offiziellen Formaten zahlreiche gemeinsame Unternehmungen, kulturelle Erlebnisse und vor allem Zeit für die persönliche Begegnung.
Den Auftakt bildete am Donnerstagabend ein Empfang im Konferenztrakt der Stadthalle. Oberbürgermeister Dirk Abel begrüßte die französischen Gäste und hieß sie in Balingen willkommen. Der neue Präsident des Partnerschaftskomitees aus Royan, Philippe Baumon, bedankte sich im Namen der französischen Gruppe. Bei einem anschließenden Stehempfang mit Imbiss bot sich bereits die Gelegenheit, alte Freunde in die Arme zu schließen oder neue Kontakte zu knüpfen.
Besuch auf der Schwäbischen Alb
Am Freitag führte das Besuchsprogramm die französischen Gäste laut einer Mitteilung der Stadt auf die Schwäbische Alb. „Ziel war der ehemalige Truppenübungsplatz bei Münsingen, der heute zum Unesco-Biosphärengebiet Schwäbische Alb gehört. Das Alte Lager hatte für zwei französische Teilnehmer sogar einen Wiedererkennungswert, waren sie zu Zeiten ihres Militärdienstes für einige Zeit doch in Münsingen untergebracht“, heißt es.
Nach dem Ausflug klang der Tag in den Gastfamilien aus, „die auch in diesem Jahr mit ihrer Bereitschaft zur Unterbringung der französischen Freunde einen unersetzlichen Beitrag zum Gelingen leisteten“.
Deutsch-französische Bezüge
Am Samstag stand ein gemeinsamer Ausflug nach Ulm auf dem Programm. Bei einer Stadtführung lernten Franzosen und Deutsche die Donaustadt und ihre Sehenswürdigkeiten kennen, die durchaus auch deutsch-französische Bezüge aufweisen. Nach einem gemeinsamen Mittagessen in einem historischen Brauhaus ging es zurück nach Balingen.
„Einer der Höhepunkte des Besuchs folgte dann in der Turn- und Festhalle Frommern, nachdem einige Teilnehmer zuvor noch auf dem Marktplatz bei ‚Deutschland singt und klingt‘ vorbeigeschaut hatten“, schreibt Stadtsprecher Dennis Schmidt.
OB Abel betont Bedeutung der Partnerschaft
Beim Partnerschaftsabend am Tag der Deutschen Einheit kamen die französischen Gäste und ihre Balinger Gastgeber in geselliger Atmosphäre zusammen. Musik und lokale Küche sorgten für einen stimmungsvollen Rahmen und boten reichlich Gelegenheit, miteinander ins Gespräch zu kommen, die gewachsenen Freundschaften zu pflegen und neue zu schließen.
OB Abel unterstrich laut Mitteilung die besondere Bedeutung der langjährigen Verbindung zwischen den beiden Städten und wandte sich an die französischen Gäste: „Die Jumelage zwischen Balingen und Royan ist in einer Zeit, die wieder – oder noch immer – von weltweiten Krisen und vom Krieg in Europa geprägt ist, wichtiger denn je und ein starker und verlässlicher Fels in der Brandung. Euch, liebe Freunde aus Royan, an unserer Seite zu wissen, gibt Kraft und Zuversicht auf eine gemeinsame Zukunft!“

Maire Patrick Marengo (von links), Ermilio Verrengia und Dirk Abel nach der Geschenkübergabe beim Partnerschaftsabend
Stadt BalingenAuch Patrick Marengo, Abels Amtskollege aus Royan, unterstrich die große Bedeutung der Städtepartnerschaft: „Unsere beiden Länder kennen den Preis des Krieges. Sie kennen aber auch die Kraft der Versöhnung. An diesem Tag, an dem Deutschland seine Wiedervereinigung feiert, feiern wir gemeinsam die deutsche Einheit. In diesem Kontext erhält die Verbindung, die unsere beiden Städte vereint, eine Dimension von ganz besonderer Bedeutung.“
Dass die Städtepartnerschaft auch künftig aktiv gestaltet wird, zeigt die Gründung des Fördervereins Städtepartnerschaft Royan-Balingen im Mai dieses Jahres. Der Verein hat es sich zur Aufgabe gemacht, die freundschaftlichen Beziehungen zwischen beiden Städten weiter zu pflegen und Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit zu geben, sich aktiv in die Partnerschaft einzubringen.
Rückkehr nach Royan am Montag
Auch beim diesjährigen Besuch war der neu gegründete Verein mit seinem Vorsitzenden Stephan Reuß vertreten. „Damit erhält das langjährige Engagement für die deutsch-französische Freundschaft in Balingen eine weitere wichtige Stütze“, heißt es.
Der Sonntag begann mit einer Arbeitsbesprechung im Balinger Rathaus. Im Mittelpunkt stand der Austausch über die weitere Vertiefung der Städtepartnerschaft. Anschließend besuchten die Gäste den Gottesdienst in der Balinger Stadtkirche. Dieser war von Dekan Michael Schneider und Pfarrerin Birgit Wurster in Verbindung mit dem Kindergarten Längenfeld auf die französischen Gäste abgestimmt.
Der Nachmittag bot Gelegenheit für den Besuch des Heimatmuseums in der Zehntscheuer oder des Waagenmuseums im Zollernschloss. Alternativ konnten die Gastfamilien ein eigenes Programm für ihre Gäste gestalten, wovon laut Stadt ebenfalls reichlich Gebrauch gemacht wurde. Der letzte Abend fand in den Gastfamilien statt, mit Ausnahme der offiziellen Vertreter aus Royan, die zu einem festlichen Abendessen geladen waren.
Am frühen Montagmorgen hieß es schließlich um 6 Uhr, Abschied zu nehmen. „Nach fünf ereignisreichen Tagen trat die Delegation die Heimreise an die französische Atlantikküste an“, so die Stadt. Bestehen bleiben demnach für alle Beteiligten viele gemeinsame Erinnerungen und die Vorfreude auf das nächste Wiedersehen. Denn die Städtepartnerschaft zwischen Balingen und Royan lebt vor allem von den Menschen, die sie mit ihrem Engagement, ihrer Gastfreundschaft und ihren persönlichen Freundschaften immer wieder aufs Neue mit Leben füllen.
