Paletten neben Schuppen brennen: Brandserie in Geislingen reißt nicht ab

Der Palettenstapel mit Pflastersteinen brannte in der Nacht auf Freitag. Durch das schnelle Eingreifen der Feuerwehr konnte ein Übergreifen auf die Halle vermieden werden.
MarschalDie Brandserie in Geislingen reißt nicht ab: In der Nacht auf Freitag hat es erneut im Gewann Auen gebrannt. Während im Juni im Abstand von einer Woche nur wenige hundert Meter entfernt zwei Schuppen vollständig abgebrannt sind, konnten die Feuerwehrleute am Freitagmorgen noch rechtzeitig eingreifen und somit Schlimmeres verhindern.
Die frei stehende Halle, in der landwirtschaftliche Geräte untergebracht sind, befindet sich am westlichen Ortsrand Geislingens in der Verlängerung der Hubertstraße. Anwohner haben den Eigentümer des Gebäudes in der Nacht auf Rauchgeruch aufmerksam gemacht, der sofort einen Notruf absetzte.
Mit 60 Mann traf die Feuerwehr Geislingen mit Verstärkung von den Abteilungen Binsdorf und Erlaheim sowie aus Balingen kurz vor 1 Uhr am Brandort ein – und das keine Minute zu spät. Neben dem Schuppen brannten mehrere Paletten, auf denen Pflastersteine gelagert waren. „Beim Eintreffen war der Brand gerade am Entstehen“, erklärt Geislingens Feuerwehrkommandant Marc Brobeil im Gespräch mit unserer Redaktion.
Keine Menschen oder Tiere verletzt
Zügig machten sich die Feuerwehrleute ans Löschen und konnten damit verhindern, dass das Feuer auf die Scheune übergreift. Das Gebäude blieb unbeschädigt. Der Schaden an den Paletten beträgt einer vorläufigen Schätzung der Polizei zufolge mehrere hundert Euro. Auch das DRK Geislingen war im Einsatz. Es wurden weder Menschen noch Tiere verletzt.
Polizeihubschrauber zur Fahndung eingesetzt
Der Einsatz war der vierte Brand an einem Schuppen in den vergangenen Wochen. Am 13. Juni brannte ein Schuppen im Gewann Ried nieder. Eine Woche zuvor konnte dort bereits ein kleinerer Schmorbrand gelöscht werden. Am 20. Juni wurde eine weitere Feldscheune im Gewann Auen Raub der Flammen. Der Schaden dort beläuft sich laut Polizei auf knapp eine halbe Million Euro.
Das Kriminalkommissariat Balingen ermittelt wegen des Verdachts auf Brandstiftung gegen Unbekannt und prüft auch einen Zusammenhang der vorherigen Brände zum aktuellen Fall. In die polizeilichen Fahndungsmaßnahmen war auch ein Polizeihubschrauber eingebunden.
Die Polizei bittet Zeugen, die in der Nacht zum Freitag verdächtige Wahrnehmungen gemacht und sich noch nicht bei der Polizei gemeldet haben, sich unter der Telefonnummer 07433/2640 beim Polizeirevier Balingen zu melden.