Müll in Balingen: So viele Zigarettenstummel finden die Park Ranger an nur einem Tag

Park Ranger Dorothea Schwarz und Eduard Köhler mit ihrem Müllwagen
MüllerEine einzige Zigarettenkippe kann bis zu 1000 Liter Wasser mit Nikotin verunreinigen. Park Ranger Dorothea Schwarz und Eduard Köhler finden davon jede Woche hunderte, manchmal sogar an die 1000 achtlos auf den Boden geworfene Zigarettenstummel und sammeln sie mit ihren Müllzangen ein. Ehrenamtlich sind sie damit etwa fünf bis sechs Stunden in der Woche beschäftigt.
Los geht’s gegen 9 Uhr. Schon auf dem Weg vom Parkhaus zum ehemaligen Gartenschaugelände – dem Zuständigkeitsgebiet der beiden – wird fleißig gesammelt. Wie viel sie finden ist dabei auch oft vom Wetter abhängig.
„Wenn die Sonne scheint sind natürlich mehr Leute draußen unterwegs, das merkt man dann gleich“, berichtet Köhler. Da es in der vergangenen Woche jedoch immer wieder geregnet hat, hält sich das Ausmaß der Verschmutzung diesmal überwiegend in Grenzen.

Ein ganzer Sixpack
Foto: MüllerTrotzdem finden sich insbesondere im Bereich von Sitzbänken Verpackungsreste und vor allem eins: Zigarettenstummel. Die einzusammeln ist nicht ganz ohne. „Irgendwann geht das in die Arme“, meint auch Köhler.

Besonders lästig: Zigarettenkippen
Foto: MüllerJedoch nicht so sehr wie das Einsammeln einer Konfettibombe, die wohl jüngst in der Nähe des Jugendhauses zur Feier eines besonderen Anlasses für eine kurze Freude gesorgt hatte. Etwa 20 Minuten dauert es, bis der Großteil des Konfettis wieder eingesammelt ist. „Aber das kann man halt nicht liegen lassen, das bleibt sonst ewig hier“, meint Köhler.

Auch die Schilder werden abgewischt.
Foto: MüllerWeiter geht’s zum Skatepark. „Hier liegt auch immer wieder einiges“, wissen die beiden. Zwei Jungs rennen eilig zu ihren Sachen: „Das räumen wir weg, das gehört uns“, geben sie zu und packen ihren Müll schnell weg. „Super, vielen Dank“, weiß Schwarz das zu schätzen. „Wenn wir kommen sind die meisten Leute ein- und umsichtig. Viele finden das auch toll, dass wir das machen.“

Der Müllwagen ist bestens ausgestattet.
Foto: MüllerAngefangen habe das mit dem Ende der Gartenschau, erzählt sie: „Ich fand, dass man das schöne Gelände nicht verkommen lassen darf und als die Stadt das Ehrenamt eingerichtet hat, hab ich gesagt: ‚Das mach ich!‘.“ Ein paar Wochen später war auch ihr Mann mit am Start. „Wir könnten aber auf jeden Fall noch Unterstützung gebrauchen“, so Schwarz.