Legostadt in der Balinger Zehntscheuer: Fantasie und Kreativität sind die besten Baumeister

Stolz präsentierten die kleinen Architekten ihren Eltern ihre Werke.
Andrea Maute- In der Balinger Zehntscheuer entstand eine große Legostadt im Herbstferienprogramm.
- 100 Kinder bauten in zehn Gruppen ohne Vorgaben und setzten eigene Ideen um.
- Rund 25.000 bis 30.000 Steine wurden verbaut, 170 Objekte entstanden in 40 Stunden.
- Die Stadt zeigt u. a. Hotel, Schule, Feuerwehrhaus, Biomarkt und Details wie Dachterrassen.
- Die Miniatur-Stadt ist bis Ende Januar zu sehen – nächstes Jahr ist ein neues Projekt geplant.
Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.
Wie stellt man sich die Stadt vor, in der man leben möchte? Insgesamt 100 Kinder haben sich in den Herbstferien als Architekten betätigt, mit ganz viel Kreativität Steinchen auf Steinchen gesetzt und in der Balinger Zehntscheuer gemeinsam eine riesige Legostadt gebaut.
Eingeladen hatte dazu die Wissenswerkstatt der Volkshochschule in Zusammenarbeit mit der Spielwerkstatt Zollernalb. „Es war uns wichtig, beim Bauen keine Vorgaben zu machen. Die Kinder durften ihrer Fantasie freien Lauf lassen“, erklärte der Vorsitzende der Spielwerkstatt, Ottmar Erath.
Auch wenn es eine reine Fantasiestadt ist, die binnen weniger Tage buchstäblich aus dem Boden wuchs, so enthält sie doch viele Bauwerke, die die Kinder auch aus ihrer Heimatstadt kennen - zum Beispiel ein Hotel, eine Schule oder ein Feuerwehrhaus. Selbst ein großer Biomarkt ist ins Stadtbild integriert und sogar an eine Waschstraße und einen Kreisverkehr haben die kleinen Baumeister gedacht.
Gebaut wurde mit viel Liebe zum Detail. Lässt man die Augen auf die Reise gehen, entdeckt man etwa eine begrünte Dachterrasse oder den Hubschrauberlandeplatz auf dem Dach des Krankenhausgebäudes.
25.000 bis 30.000 kleine Steinchen verbaut
Es ist immer wieder faszinierend zu sehen, was aus den bunten Steinchen alles entstehen kann. Zirka 25.000 bis 30.000 Stück sind bei diesem Projekt verbaut worden, schätzt Ottmar Erath. 40 Stunden waren die Kinder mit Gestalten beschäftigt und 170 Gegenstände sind insgesamt entstanden - beeindruckende Zahlen, die alles in allem ein noch beeindruckenderes Bild ergeben.
Gebaut wurde in zehn Gruppen mit jeweils zehn Kindern. Jede Gruppe hat sich dabei einem Modul gewidmet - die dann alle zusammen die riesige Legostadt bilden.
Das Werk der Sechs- bis 13-jährigen Baumeister, wurde dann am letzten Projekttag der Öffentlichkeit vorgestellt. Eltern, Großeltern und alle Interessieren hatten dabei Gelegenheit, das in Augenschein nehmen, was viele fleißige Kinderhände im Laufe der Ferienwoche aus den kleinen Steinchen gezaubert haben.
„Es freut uns sehr, dass ihr so fleißig mitgebaut habt. Die Stadt ist wunderbar geworden“, wandte sich Ottmar Erath bei der Einweihung an die Kinder. Um die Gebäude verwirklichen zu können, seien keine Baupläne und keine langwierigen Genehmigungsverfahren vonnöten gewesen, erklärte er mit einem Augenzwinkern. Sondern nur jede Menge Fantasie und Kreativität. „Die Auswahl habt ihr selbst getroffen. Dafür geht ein großes Kompliment an euch“, lobte er.

Die riesige Miniaturstadt wurde am Eröffnungstag von zahlreichen großen und kleinen Gästen in Augenschein genommen.
Andrea MauteAuch für die Spielwerkstatt sei das Projekt „ein Experiment“ gewesen. Wird alles wie geplant klappen? Und reicht das Material (das übrigens vom Verein gestellt wird) aus? Das seien Fragen gewesen, die man sich im Vorfeld gestellt habe.
Die Kinder hatten freie Hand
Geklappt hat alles bestens. Das kostenlose Ferienangebot war „ruckzuck ausgebucht“ und die Expertise der fünf Betreuer (neben Ottmar Erath waren dies Albrecht Bohn, Walter Bleibel, Hans-Peter Abt und Winfried Mutschler) sei nur gefragt gewesen, „wenn es mal irgendwo klemmte.“ Ansonsten hätten die Kinder die Auswahl selbst getroffen. Mit dem Material habe es letztlich „gerade so hingehauen.“ „Nächstes Jahr planen wir dann mehr ein“, ließ der Vorsitzende wissen.
Nächstes Jahr - heißt das, dass es dann wieder ein solches Angebot geben wird? Geplant ist es jedenfalls, wie Ottmar Erath - sehr zur Freude der Kinder - verriet, die auf die Frage, ob sie denn dann wieder mit dabei sein wollen, mit einem lautstarken Ja antworteten.
Und wer weiß - vielleicht bleibt der eine oder andere junge Baumeister den kleinen Steinchen ja dann so lange treu, wie die Mitglieder der Spielwerkstatt. Denn auch ihre Begeisterung rührt, wie Ottmar Erath verriet, „aus Erinnerungen an glückliche Kindheitstage mit einer Schachtel Legosteinen.“
Zu sehen ist die Miniaturstadt in der Zehntscheuer übrigens noch bis Ende Januar.
Als nächstes wird Christbaumschmuck gebastelt
Am ersten Adventswochenende - Samstag und Sonntag, 28. und 29. Dezember -, an dem in Balingen auch der Christkindlesmarkt stattfindet, steht schon das nächste Projekt der Spielwerkstatt ins Haus. An diesen beiden Tagen dürfen Kinder von 14 bis 17 Uhr in der Zehntscheuer Christbaumschmuck aus Legosteinen basteln. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
