Kulturscheune Erlaheim
: So kann man sich vor Cyberkriminellen schützen

Das Thema Cyberkriminalität hat viele interessierte Zuhörer in die Kulturscheune gelockt.
Von
(bam/pm)
Oberndorf
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Kriminalhauptkommissar Axel Heiner informierte in der Kulturscheune über Cyberkriminalität.

Tanja Then

Ziel des Vortrages war es, das Bewusstsein für die täglichen Bedrohungsszenarien zu sensibilisieren. Wie gehen Cyberkriminelle vor und wo greifen sie an? Nur wer Gefahren erkennt, könne durch sein Verhalten Risiken minimieren.

Kriminalhauptkommissar Axel Heiner vom Polizeipräsidium Reutlingen stieg mit dem Ausspruch „Glauben Sie nicht, was Sie nur sehen“ in den Vortrag ein. So gut wie alles könne in der heutigen Zeit ein Fake sein. Jeder könne Opfer von Cyberkriminalität werden – die Wahrscheinlichkeit für eine Betroffenheit steigt. Das Vier-Augen Prinzip, ein gesundes Misstrauen und ein gutes Bauchgefühl seien sehr wichtig und Prävention steht natürlich an erster Stelle.

Viele Unternehmen betroffen

Die Statistik zeigt zum Beispiel, dass 81 Prozent der Wirtschaftsunternehmen bereits einen Cyberangriff hinter sich haben. Es entstehen Schäden in Milliardenhöhe, zwei Drittel der Unternehmen fühlen sich in ihrer Existenz bedroht. Das beste Beispiel aus der unmittelbaren Umgebung war die Cyberattacke auf das Unternehmen Bizerba aus Balingen, selbst Ämter und Krankenhäuser wurden schon lahmgelegt. Dabei ist die Manipulation von Menschen die größte Gefahr. Die entwendeten Daten werden dann entweder verkauft oder die Unternehmen werden erpresst. Aber auch kleinere Handwerksbetriebe und Privatleute können betroffen sein. Auch wenn das Motiv der Täter immer Geld ist, kann da Vorgehen variieren: Enkeltrick, Betrug beim Online-Shopping oder beim Dating.

„Hören Sie auf Ihr Bauchgefühl“

Nutzer können sich schützen, indem sie für einen guten Basisschutz der Geräte und des Heimnetzwerks sorgen. „Cybersicherheit ist der strategische Schutz von Information und Kommunikation“, erklärte Heiner. Dabei gelte aber auch: „Hundertprozentige Sicherheit gibt es nicht. Wenn Ihnen etwas komisch vorkommt, dann hören Sie auf Ihr Bauchgefühl.“

Der Erlös aus dem Eintrittsgeld wird von der Kulturscheune Erlaheim an die krebskranken Kinder in der Katharinenhöhe gespendet.

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