Konzertwochenende in Jungingen: Für Station 14: „Unterstützung der Rocker ist unverzichtbar“

Bei der Führung durch die Kinderklinik
SimmendingerSeit mittlerweile beinahe zehn Jahren organisiert Oliver Scheppner aus Schlatt die Veranstaltung „Rock für die 14“. Über die Jahre ist die Veranstaltung zu einem überregional bekannten Event herangewachsen, sodass mittlerweile an einem Wochenende im Oktober über zwei Tage in Jungingen bei bester Live-Musik gerockt wird.
Doch nicht „einfach nur so“, sondern, um fleißig Gelder zu sammeln für einen guten Zweck. Nämlich für die Kinderkrebsstation 14 in der Kinderklinik in Tübingen, die gleichzeitig auch Namensgeber der Veranstaltung ist.
17 000 Euro allein im vergangenen Jahr
Sämtliche Einnahmen der Veranstaltung werden Jahr für Jahr an den Förderverein für krebskranke Kinder in Tübingen übergeben. Allein im vergangenen Jahr konnte eine stolze Summe von 17 000 Euro gespendet werden.
Um die Arbeit besser zu steuern und die vielen Helfer und Unterstützer des Rock-Events unter einen Hut zu bekommen, hat Scheppner mittlerweile einen Verein gegründet. Eine Abordnung dieses Vereins war kürzlich in Tübingen zu Besuch, um sich anzuschauen, was genau mit den gespendeten Geldern passiert.
Zwei Häuser mit fast 20 Zimmern für betroffene Familien
Auf Einladung des Vorsitzenden des Fördervereins für krebskranke Kinder in Tübingen Anton Hofmann wurde eine Führung durch die Kinderklinik organisiert: Professor Lang von der Kinderonkologie führte nicht nur durch die Station selbst – sondern auch durch die Forschungsabteilung und die unterirdischen Versorgungsbereiche. Unglaublich, was für einen reibungslosen Klinikbetrieb alles geleistet werden muss.
Ebenfalls nicht zu glauben ist, was der Förderverein alles für krebskranke Kinder und deren Familien tut: Er unterhält zwei Häuser mit fast 20 Zimmern, in denen die Eltern während der gesamten klinischen Therapie ihrer Kinder wohnen können.
Kunsttherapie, Musiktherapie, Schreibtherapie
Er bietet viele Freizeiten an, damit die krebskranken Kinder und ihre Familien Kraft sammeln, sich erholen und zur Ruhe kommen können. In der Klinik finanziert der Förderverein viele Projekte, die – neben der medizinischen Behandlung – ganz wichtig für die körperliche und seelische Gesundung sind. Genannt seien einige Projekte: Kunsttherapie, Musiktherapie, Schreibtherapie, Mentorenprojekt, Survivorprojekt, Projekt Sport bei Krebs, Projekt Patientenlotsen und psychosoziale Betreuung.
Durch den Förderverein wird außerdem auch die Forschung im Bereich der Kinderonkologie unterstützt. Auch Jungingens Bürgermeister Oliver Simmendinger, Unterstützer des Projekts, war mit Tochter Lisa dabei: „Wir wollten wissen und ein Gefühl dafür bekommen, was mit den Spendengeldern gemacht wird und sind überwältigt: Die Unterstützung der Rocker ist unverzichtbar und kommt an der richtigen Stelle an – Hut ab!“
Unterstützer und Rockfans können sich gleichermaßen freuen, denn auch 2025 wird es wieder ein „Rock-für-die-14“ geben: am Wochenende 10. und 11. Oktober in Jungingen in der Festhalle.