Konzertreihe Burladinger Maler
: „Das Leben in erlebten Frühlingen zusammenzählen“

Liedpoet, Erzähler und Maler Harald Immig hat zum Auftakt der Konzertreihe der „Burladinger Maler“ im Gasthaus Hirsch gesungen und erzählt.
Von
Reinhard Will
Oberndorf
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Ein gelungener Auftakt für die Reihe der „burladinger maler“ war das Konzert mit Harald Immig, der gekonnt sein Publikum zu unterhalten wusste – egal, ob er auf „Schriftdeutsch“ oder Schwäbisch sang.

Reinhard Will

Keine aufwendige Technik, nur Gitarre und Stimme und zwei kleine Farbscheinwerfer, die den Raum stimmungsvoll ausleuchten: Auf Einladung der „Burladinger Maler“ gastierte der Liedpoet Harald Immig im „Hirsch“ in Burladingen.

Und zwar zum Auftakt der Reihe „Best of Vernissagemusik“ – eine Konzertreihe mit Aufritten verschiedener Musiker, die Vernissagen der „Maler“ mitgestaltet haben. Nun also die Premiere mit Harald Immig, der seit über 40 Jahren aktiv ist und überwiegend in Baden-Württemberg auftritt.

Bei einer schwäbischen Kultserie trafen sich beide Künstler

Bekannt wurde Immig mit der schwäbischen Kultserie „Hannes und der Bürgermeister“ aus der „Mäulesmühle“, dort gestaltete er über lange Jahre die Pausen musikalisch.

Und genau dort hat der rührige Vorsitzende der „Maler“, Wolfgang Bastian, den Liedpoeten kennen gelernt und ihn eingeladen, eine der jährlichen Vernissagen der Maler musikalisch mitzugestalten.

Gute Bekannte: Harald Immig (links) und Wolfgang Bastian

Foto: Reinhard Will

Immig, nicht nur Liedpoet, sondern auch Maler, sagte den „Malern“ zu und kam im Jahr 2023 zur Vernissage ins Burladinger Rathaus. Seitdem besteht der Kontakt.

Im Burladinger „Hirsch“ spielte er vor einem kleinen, aber feinen Publikum – die Veranstaltungskonkurrenz an diesem Abend war in Burladingen allerdings auch sehr groß. Und das Publikum hatte mit diesem Konzert eine gute Wahl getroffen.

Die Burladinger Gäste wusste Immig in seinen Bann zu ziehen

Ob Harald Immig auf Schwäbisch oder auf Schriftdeutsch sang, ob das schwäbische Nationalgetränk Most, die Grand-Mère oder Elektromeister Übele die Helden seiner Lieder waren oder er das schon berühmt-berüchtigte „Erkenbrechtsweiler“ zum Besten gab: Immigs Lieder, auch solche, die den Alltag beschreiben, stecken voller Poesie und Weisheit, sind besinnlich und regen zum Nachdenken an.

Die Zuschauer im „Hirsch“ fühlten sich bestens unterhalten

Foto: Reinhard Will

Immig ist aber auch ein launiger Erzähler, dem man gerne zuhört. Und von dem man auch eher ungewöhnliche Details erfährt – zum Beispiel, dass seine Liedtexte während langer Flugreisen mangels anderer Schreibunterlagen auch schon mal auf Tüten, die im Flugzeug für alle Fälle bereit liegen, geschrieben wurden.

Alle seine Lieder stammen aus eigener Feder. In vielen seiner Lieder ermunterte Harald Immig seine Zuhörer, das Positive wahrzunehmen. Er wolle das Alter nicht an der Zahl der Jahre bemessen, sondern „das Leben in erlebten Frühlingen zusammenzählen“, so eine seiner Botschaften.

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