Klimaanpassung im Zollernalbkreis
: Mehrheit der Bürger hält Maßnahmen für notwendig

Der Zollernalbkreis will bis 2026 ein integriertes Klimaanpassungskonzept erarbeiten. Über 500 Bürger haben dazu in einer Online-Umfrage ihre Ideen und Wünsche kundgetan.
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(red/pm)
Oberndorf
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Über 500 Zollernälbler haben sich an der Online-Umfrage zur Klimaanpassung beteiligt – eine klare Mehrheit befürwortet es, dass sich der Zollernalbkreis intensiv mit dem Thema befasst.

Marisa Hahn

An der Online-Umfrage des Zollernalbkreises zur Klimaanpassung haben sich über 500 Bürger beteiligt, teilt die Pressestelle des Landratsamtes mit. Ein erstes Fazit: Einer deutlichen Mehrheit ist es wichtig, sich mit dem Thema zu befassen.

Die Umfrage ist Teil des Prozesses, mit dem die Landkreisverwaltung bis 2026 unter Beteiligung vieler Akteure ein integriertes Klimaanpassungskonzept erarbeitet.

Starkregen und lange Hitzewellen gehören zu den drängenden Themen

Erfragt wurden unter anderem die erlebten und erwarteten Auswirkungen des Klimawandels, der persönliche Stellenwert des Themas und die Einschätzung der Notwendigkeit von Anpassungsmaßnahmen.

Rund 80 Prozent der Befragten halten Maßnahmen zur Klimaanpassung für notwendig oder sehr notwendig, als besonders erforderlich sieht die Mehrheit diese in den Bereichen Hochwasser und Starkregen, gefolgt von Dürre und langanhaltende Hitzewellen.

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„Die Bürgerinnen und Bürger wünschen sich unter anderem, dass von kommunaler Seite ein Fokus auf die Themen Hochwasserschutz, Schaffung von Grünflächen und Regenwassermanagement gelegt wird“, fasst Catharina Pawlowskij, zuständige Dezernentin im Landratsamt, die Umfrageergebnisse zusammen.

Einbindung der Schulen und umfassende Infos sind weitere Impulse

Eine klare Mehrheit unterstütze es, dass sich der Zollernalbkreis intensiv mit dem Thema befasst. In den frei formulierten Anregungen wird häufig der Naturschutz hervorgehoben, da er neben der Förderung der Artenvielfalt bei der Vorbeugung gegen Hitze und Hochwasser helfen könne.

Die Einbindung von Schulen sowie eine umfassende Information und Beratung der Bevölkerung sind weitere Impulse; Unterstützung bei privaten Anpassungsmaßnahmen wird ebenfalls gewünscht. Eine mehrfach geäußerte Bitte lautet, bei aller Anpassung das Thema Klimaschutz nicht aus den Augen zu verlieren und weiter voranzutreiben.

Kommunen im Zollernalbkreis sehen die größten Chancen unter anderem in der Stadtplanung

Parallel zur Online-Umfrage wurden die Kommunen um ihre Einschätzungen zur Frage gebeten, wo sie die größten Chancen und Herausforderungen durch den Klimawandel sehen.

Als besonders relevant bewerten sie die Bereiche Wald und Forstwirtschaft, Wasser, Stadt- und Raumplanung sowie Bevölkerungsschutz; die größten Chancen zur Ergreifung von Anpassungsmaßnahmen sehen sie bei Stadt- und Raumplanung, Wirtschaft und Energiewirtschaft, Wasser sowie Wald- und Forstwirtschaft.

In der Sitzung des Kreistagsausschusses für Umwelt und Technik am Montag, 29. September, wird ein Sachstandsbericht zum Klimaanpassungskonzept vorgestellt.