Killertalübung in Burladingen
: Ein Brand im Hausener Kindergarten wäre ein Alptraum

Mit der Killertalübung im Hausener Kindergarten St. Nikolaus bewiesen die örtlichen Feuerwehren ihre Einsatzbereitschaft für den Ernstfall – der hoffentlich nie eintreten wird.
Von
Reinhard Will
Oberndorf
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Rauch steigt aus dem Kindergarten St. Nikolaus in Burladingen-Hausen aus – glücklicherweise aber nur zur Übung. Genauer gesagt: Zur Killertalübung der Feuerwehrabteilungen Hausen, Starzeln und Killer, bei der auch der Kindergarten einbezogen wurde.

Reinhard Will

Am Ende zeigte sich der Abteilungskommandant der Hausener Wehr hochzufrieden: „Ich bin begeistert“, sagte Markus Gebauer nach der gemeinsamen Killertalübung der Feuerwehrabteilungen Hausen, Starzeln und Killer.

Die Feuerwehr hatte öffentlich zur Übung eingeladen, zahlreiche Eltern und Großeltern verfolgten das Geschehen interessiert.

Der Hausener Kindergarten als Übungsort war bewusst gewählt

Das Übungsszenario - ein Brand im Gebäude des Kindergartens – hat es in der Realität glücklicherweise bisher noch nicht gegeben. Der Ort war nicht zufällig gewählt: Gebauer verwies auf die hohe Brandlast des Kindergartens und Nikolausheims.

Im Kindergarten werden in den beiden Gruppen über 40 Kinder betreut. „Ein Brand wäre ein Alptraum“, sagt der Abteilungskommandant. Grund genug, die Abläufe für den hoffentlich nie eintretenden Fall der Fälle zu üben.

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Markus Gebauer und Anita Simmendinger, die Leiterin des Kindergartens, unterstrichen die gute Kooperation der Feuerwehrabteilung Hausen und des Kindergartens, unabhängig von Schadensereignissen.

Gute Kommunikation zwischen Kindergarten und Feuerwehr

Er betonte die gute Kommunikation zwischen Kindergarten und Feuerwehr, und ein Riesenlob ging an die Feuerwehrkameraden: Bei der Übung zeigten sich die Wehren einsatzfähig, sowohl bei den Mannschaften als auch beim Material.

Anita Simmendinger und ihr Team hatten die Abläufe seitens des Kindergartens gut im Griff: Von der Alarmierung durch die Leiterin über die Evakuierung zur Sammelstelle im Außenbereich bis zur Meldung, dass sich noch Personen im Gebäude befanden – das Team zeigte sich ebenfalls gut koordiniert.

Bei der Übung darf alles schiefgehen – ist es aber nicht

Dabei hatte Gebauer vor Beginn der Übung durchaus Fehler einkalkuliert: „Bei der Übung darf schiefgehen, was schiefgehen kann, bevor es im Ernstfall schiefgeht“, so der Kommandant, und der Zweck einer so großangelegten Übung ist es ja schließlich, daraus zu lernen.

Schiefgegangen ist allerdings nichts, die Abläufe unter der Einsatzleitung des stellvertretenden Abteilungskommandanten Micha Riehle sowie der Materialeinsatz waren koordiniert und unter den drei Abteilungen gut aufeinander abgestimmt.

Der genaue Zeitpunkt, an dem die Übung begann, war im Voraus nicht bekannt, geübt wurde schließlich der Ernstfall, der sich ja auch nicht termingenau ankündigt. Die Wehren waren wenige Minuten nach Absetzen des Alarms einsatzbereit vor Ort.

Auch ein Besuch der Feuerwehr stand für die Kinder auf dem Plan

Erfreulich ist, dass sich die Feuerwehr auch den Kleinsten gegenüber so offen zeigt und eine großangelegte Übung unter Einbeziehung des Kindergartens durchgeführt hat – und auch an die Zukunft denkt: Micha Riehle lud am Ende die Kinder zu einem Besuch bei der Feuerwehr ein und warb auch für den Dienst in der Wehr.

Die Abteilung Hausen hat „auch an das leibliche Wohl gedacht“, wie es in der Einladung hieß – und das Angebot kam bestens an. Eine gelungene Übung, störungsfreie Abläufe und ein koordinierter Einsatz der Abteilungen: auf diese Wehr – und das Kindergarten-Team – ist auch im Ernstfall Verlass.